Finanzsituation 2013: Entlastungen und steigende Ausgaben

13. Dezember 2012 - 14:23 - keine Kommentare

Im kommenden Jahr kann man in Deutschland mit finanziellen Einsparungen rechnen und muss sich doch auch auf verschiedene Mehrausgaben gefasst machen: Obwohl die Steuererleichterungspläne der Regierung scheiterten, wird es 2013 mehr Geld geben – in der Energiewirtschaft allerdings wird einiges teurer.

Mit einigen Maßnahmen soll 2013 dafür gesorgt werden, dass es in den Portemonaies der Deutschen besser aussieht: In den letzten Tagen und Wochen wurde etwa der Wegfall der Praxisgebühr von 10 Euro beim ersten Arztbesuch im Quartal und allen folgenden Besuchen, sollte keine Überweisung vorliegen, beschlossen und auch die Beitragssätze zur Rentenversicherung verringern sich im kommenden Jahr auf ihren niedrigsten Stand seit 1995 auf 18,9 Prozent. Diese Einsparungen werden sich indirekt auf die finanzielle Situation auswirken, doch andere Bezüge steigen und sorgen somit für eine ganz direkte Verbesserung.

Finanzielle Entlastungen und mehr Geld 2013

Konkrete Mehrbeträge winken für Rentner: Im Osten Deutschlands werden drei Prozent, im Westen ein Prozent mehr Rente gezahlt. Für Hartz-IV-Empfänger konnte der Regelsatz um 8 Euro auf 382 Euro angehoben werden, Minijobber dürfen dann bis 450 Euro hinzuverdienen. Für Eltern, die keinen Kita-Platz für ihre Kinder beanspruchen sollen für das zweite und dritte Lebensjahr zunächst 100 Euro monatlich gezahlt werden, ab 2014 150 Euro. Der steuerliche Grundfreibetrag wird um 126 Euro erhöht und beträgt nun 8.130 Euro, 2014 soll er 8.352 Euro betragen.

Allerdings steigen auch einige Beiträge: Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung wird auf 2,05 Prozent gelegt und vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt und besonders im Energiebereich wird es 2013 bei so gut wie allen Strom- und Gasversorgern Erhöhungen geben. Durch den Anstieg der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) haben die Stromunternehmen ihre Tarife angepasst, wodurch sich die Stromrechnungen einiger Verbraucher um teilweise über 100 Euro erhöhen können.

Steigende Ausgaben für den Energieverbrauch

Die aktuelle Wirtschaftlage ist durch einen stabilen Arbeitsmarkt, eine gleichbleibende Inflation und eine solide Konjunktur verhältnismäßig positiv, doch der Spielraum für große Steuersenkungen ist gering: Die deutsche Staatsverschuldung beträgt derzeit mehr als 2 Billionen Euro, die Pro-Kopf-Verschuldung hat 25.000 Euro überschritten. Gleichzeitig können die Deutschen aber auch von günstigen Tarifverhandlungen zwischen den Arbeitnehmervertretern und den Arbeitgebern profitieren und auch die Krankenkassen haben gute Ergebnisse erwirtschaftet, so dass etliche von ihnen an ihre Versicherten Prämien 2013 auszahlen werden.

Bild: Euro von Images_Of_Money, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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