Kinostart von Killing Them Softly mit Brad Pitt

29. November 2012 - 07:00 - keine Kommentare

Mit „Killing Them Softly“ kommt ein moderner Crime-Thriller in die Kinos, der in seiner Inszenierung auch gut in die 70er passen würde: Brad Pitt ist als Auftagskiller in der Buchverfilmung nach George V. Higgins’ „Cogan’s Trade“ einem Diebesduo auf der Spur.

Ein hervorragender Plan soll einen Wäschereibesitzer in „Killing Them Softly“ reich machen: Zwei angeheuerte Kleinkriminelle sollen eine Mafia-Pokerrunde ausrauben, der Veranstalter (Ray Liotta) würde selbst verdächtigt werden, da er schon einmal vor vielen Jahren einen ähnlichen Raub organisierte. Der Diebstahl gelingt und die Gangster setzen Jackie Cogan (Brad Pitt) an, der seinerseits seinen Kollegen Mickey (James Gandolfini) die Drecksarbeit machen lassen will. Doch ganz so einfach ist es nicht, an das gestohlene Geld zu kommen und das ins Wanken geratene finanzielle Gleichgewicht der Mafiosi wiederherzustellen.

Killing Them Softly: Buchverfilmung mit Brad Pitt

Brad Pitt hat sich einen Namen als Schauspieler abseits des „Schönling“ Images aufgebaut, auf das er zu Beginn seiner Karriere festgelegt wurde. Mit einem strikten Wechsel zwischen erstklassigen und fordernden Auftritten in sehr speziellen Filmen – von „Se7en“ über „12 Monkeys“ bis zu „Fight Club“ – und kommerziellen Streifen wie „Legenden der Leidenschaft“, „Rendezvous mit Joe Black“ oder „Mr. & Mrs. Smith“ braucht er heute nicht mehr zu beweisen, dass er ein exzellenter Schauspieler ist, der seine Filmbeteiligung clever aussucht. „Killing Them Softly“ gehört wie die „Ocean’s“ Filme, „Inglourious Basterds“ und „Burn After Reading“ in eine Zwischengruppe, in der er beide Aspekte seines filmischen Schaffens verarbeiten kann.

Für die Verfilmung von „Cogan’s Trade“ von George V. Higgins hat sich Brad Pitt erneut mit dem Neusseländer Andrew Dominik zusammen getan: Gemeinsam hatten sie bereits den zweiten Film des Regisseurs gedreht, „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“. Bereits in den Dialogen der Buchvorlage, spätestens aber im Film selbst, zeigt sich die enge Beziehung des Gangsterdramas der 1970er und der 1990er: Wer sich fragte, wo eigentlich der nächste Quentin Tarantino oder Guy Ritchie Film bliebe, der dieser Filmära Tribut zollt, wird mit „Killing Them Softly“ für die Wartezeit belohnt. Dahinter steht in der Tat eine herbe Kritik am amerikanischen Kapitalismussystem.

Kinostart für das Crime-Thriller-Drama

Auch die weitere Besetzung des Crime-Thriller-Dramas sucht den Schulterschluss zu ähnlich gelagerten Vertretern des Genres: James Gandolfini („Die Sopranos“) gibt wieder einmal einen abgehalfterten Gangster, auch wenn er mit der perfiden Art eines Tony Soprano hier nichts zu tun hat, Richard Jenkins („Cabin in the Woods“) hat zwar deutlich häufiger Detectives und Sheriffs gespielt, kann hier dennoch als unangenehmer Mafia-Boss überzeugen, während Ray Liotta („Goodfellas“) wieder einen herrlich zwielichtigen Charakter darstellt.

„Killing Them Softly“ hat in den USA brillante Kritiken bekommen – nicht zuletzt wegen Brad Pitts großartiger Leistung – und wird in den deutschen Kinos am 29. November 2012 erwartet.

Bild: Hauptdarsteller in “Killing Them Softly” – Brad Pitt von Keith Baggett, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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