Geisterfahrer auf der A5: Übermüdung oder Alkohol- oder Drogeneinfluss?

20. November 2012 - 16:30 - keine Kommentare

Am Sonntagmorgen hat ein 20-jähriger Geisterfahrer auf der A5 bei Offenburg einen schweren Unfall ausgelöst, bei dem er und fünf Verkehrsteilnehmer ums Leben kamen, als der Falschfahrer auf der Autobahn mit einem Taxi kollidierte. Weitere Personen kamen durch Folgeunfälle zu Schaden.

Am Morgen des 18. November 2012 rammte ein Geisterfahrer in einem weißen BMW ein Großraumtaxi auf der A5: Der schwere Unfall, bei dem der 20-jährige Falschfahrer und alle fünf Insassen des Taxis starben, ereignete sich gegen 6 Uhr morgens beim Parkplatz „Unditz“. Die Polizeidirektion von Offenburg bekam erst fünf Minuten vor dem tödlichen Unfall die Meldung über den Geisterfahrer, der bereits bei Lahr in falscher Richtung auf die Autobahn fuhr, konnte jedoch die Verkehrsteilnehmer nicht mehr warnen.

Geisterfahrer tötet sechs Menschen auf der A5

Der 30-jährige Fahrer des Kleinvans, sowie die vier Passagiere, zwei 23- und 36-jährigen Frauen und zwei 26- und 27-jährigen Männer, wurden aus dem Wagen geschleudert und starben sofort an ihren Verletzungen, ebenso wie der Geisterfahrer selbst. Vier weitere Personen wurden im Zuge des Unfalls verletzt, unter anderen eine 37 Jahre alte Frau, die erste Hilfe leisten wollte und von einem Auto angefahren wurde. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht und schweben nicht in Lebensgefahr.

Die Spur des Aufpralls zog sich über 100 Meter über die A5, die komplett gesperrt wurde. Durch den dichten Nebel am Sonntagmorgen wurden die Arbeiten der Polizei, der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks erschwert und erst gegen 13 Uhr konnten Luftaufnahmen von der Unfallstelle gemacht werden. Um 15.30 Uhr war die Autobahn geräumt.

Autobahn-Unfall bei Offenburg

Die Polizei von Offenburg ist nun mit der Aufklärung der Autobahn-Katastrophe betraut: Nach ersten Angaben kann eine Selbstmordabsicht des Geisterfahrers auf der A5 ausgeschlossen werden. Denkbar wären zum derzeitigen Stand Übermüdung oder Alkohol- oder Drogeneinfluss. Der 20 Jahre alte Mann aus dem Ortenaukreis in Baden-Württemberg hatte die letzten Stunden vor dem Unfall in verschiedenen Lokalen verbracht.

Die Polizei schließt auch eine Mutprobe nicht aus: Momentan geht sie davon aus, dass der Geisterfahrer in voller Absicht in die falsche Richtung auf der A5 fuhr.

Bild: Geisterfahrer auf der A5 von dmytrok, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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