Gehaltsreport 2012: Starkes Lohngefälle in Deutschland

19. November 2012 - 13:20 - keine Kommentare

Gehalt

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In Europa hat Deutschland das größte Lohngefälle zwischen Männern und Frauen, innerhalb der Branchen und Unternehmensgrößen, bei Mitarbeitern und Führungskräften und zwischen den Bundesländern. Zu diesem Umfrageergebnisse kommt der Gehaltsreport 2012, der für eine Online-Jobbörse erstellt wurde.

Für den aktuellen Gehaltsreport 2012 wurden 40.000 vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in allen Bundesländern befragt und das Ergebnis der Umfrage bestätigt das gewaltige Lohngefälle in Deutschland in sämtlichen Bereichen: Der Gehaltsunterschied zwischen Akademikern und regulär ausgebildeten Arbeitskräften beträgt durchschnittlich 36 Prozent, Frauen verdienen etwa 14.000 Euro weniger im Jahr und wer seine Arbeitsstelle in Hessen hat, kann im Durchschnitt 56 Prozent mehr verdienen als in Sachsen. Besonders bei großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Arbeitnehmern ist ein höheres Gehalt wahrscheinlicher.

Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Gehaltsreport 2012

Als Führungskraft wird der finanzielle Unterschied zu den anderen Mitarbeitern mit 15.000 Euro im Jahr beziffert, wobei auch hier Frauen und Männern enorme Ungleichheiten bei den Gehältern erleben. Mit 21,6 Prozent durchschnittlich weniger auf dem Gehaltskonto als ihre männlichen Kollegen gehen weibliche Mitarbeiter nach Hause. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gibt an, dass der Durchschnitt ihrer 34 Mitgliedsstaaten bei 16 Prozent Unterschied zwischen Männern und Frauen liegt. Das Jahresgehalt von Fach- und Führungskräften liegt bei 49.000 Euro.

Der Gehaltsreport 2012 führt auch die besten und schlechtesten Berufe und Regionen an: Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen gelten mit Durchschnittsgehältern über 50.000 Euro an der Spitze der Bundesländer, abgeschlagen sind Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg mit unter 40.000 Euro.

Als Top-Branchen mit besonders hohen Gehältern gelten die Unternehmensberatung, Banken, die Chemie- und Erdölindustrie, Luft- und Raumfahrt und die Pharmaindustrie. Deutlich weniger Gehalt bekommen Mitarbeiter im Hotel- und Gastronomiebereich, im Handwerk, in der Landwirtschaft, im Bereich Bildung und Training, sowie bei Branchen, die sich um Freizeit, Kultur, Touristik und Sport bemühen.

Top-Branchen, -Gehälter und -Regionen bundesweit

Als bestbezahlte Studiengänge nach Beendigung des Studium gelten nach dem Gehaltsreport 2012 die Klassiker: Medizin, Rechtswissenschaft, Ingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik und die Naturwissenschaften. Als beste Abschlüsse werden die Promotion, das zweite Staatsexamen, die Approbation und die Diplome an der Universität und den Fachhochschulen, beziehungsweise Master und Bachelor genannt.

Die Auswertungen aus dem Gehaltsreport 2012 zeigen das Lohngefälle im Durchschnitt für eine Vielzahl der Branchen und unter Berücksichtigung der Ausbildung und des Wohnorts, können aber dadurch nur bedingt als Regel oder Maßstab gesehen werden.

Bild: Gehalt von dlombardia, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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