Bundeswehr: Truppenabzug aus Afghanistan

15. November 2012 - 11:49 - keine Kommentare

Etwas mehr als 4.500 Bundeswehrsoldaten absolvieren derzeit ihren Dienst in Afghanistan. Bis Ende Februar 2014 soll sich ihre Zahl um ein Drittel verringern, Ende des Jahres soll dann auch die gesamte Mission der internationalen Sicherheitskräfte (Isaf) abgeschlossen werden.

Nach 12 Jahren soll der Bundeswehreinsatz am Hindukusch Ende 2014 enden, wenn auch die Isaf-Mission (International Security Assistance Force) abgeschlossen wird. Zur Vorbereitung des endgültigen Abzugs aller Truppen in zwei Jahren haben Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) zum einen die Reduzierung des Truppenkontingents von 4.760 Soldaten auf 3.300 bis zum Februar 2014 vorgeschlagen und zum anderen ein erneutes Mandat über dreizehn Monate, das vom Bundestag noch vor Weihnachten verabschiedet werden soll.

Bundeswehrabzug: Westerwelle und de Maizière bereiten Missionsende vor

In einem ersten Schritt soll sich die Zahl der Bundeswehrsoldaten zum Auslaufen des aktuellen Mandats im Januar 2013 auf 4.400 verringern. Etwa 63.000 internationale Soldaten sind in Afghanistan noch im Einsatz, Deutschland stellt hierbei die drittgrößte Gruppe nach den USA und Großbritannien. Die Aufgabe der Bundeswehr wird bis zum Ende der Isaf Mission größtenteils darin bestehenden, die hiesigen Sicherheitskräfte auszubilden, damit sie auch ohne internationale Unterstützung Afghanistan verteidigen können.

Die Truppenstärke der Bundeswehr betrug zeitweilig 5.350 Soldaten, seit dem Beschluss der Staatschefs im Jahr 2010, die Isaf Mission bis 2014 zu beenden, wurden sie sukzessive aus dem Krisengebiet abgezogen. Der Einsatz mag in zwei Jahren beendet werden, doch es gilt als wahrscheinlich, dass auch nach dem Endtermin der Mission Soldaten aus dem Ausland in beratender Tätigkeit in Afghanistan verbleiben werden. Schätzungen gehen von einer 10.000 bis 40.000 Mann hohen Truppe für Afghanistan aus.

Die Bundeswehr in Afghanistan: Ausbildung der Sicherheitskräfte

Die Sicherheitslage in Afghanistan ist weit davon entfernt, entspannt zu sein und Beobachter rechnen damit, dass die Sicherheitskräfte auch nach 2015 mit zum Teil heftigen Kämpfen konfrontiert werden. Dennoch ist die Zahl der Angriffe und Anschläge um 15 Prozent gesunken un seit eineinhalb Jahren ist kein Bundeswehrsoldat im Krisengebiet gefallen.

Für das neue Abzugsmandat soll in den kommenden Wochen im Bundestag abgestimmt werden. Nach einer 75-prozentigen Zustimmung beim letzten Bundeswehrmandat, wird auch hier wieder darauf gehofft, sowohl die Regierungsabgeordneten als auch die Opposition zu einer gemeinsamen Entscheidung zu bringen.

Bild: Bundeswehr-Einsatz von Bundeswehr-Fotos Wir.Dienen.Deutschland., CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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