Sport-Studie: Bewegung steigert Lebenserwartung

7. November 2012 - 11:09 - keine Kommentare

Regelmäßige Bewegung unterstützt das Wohlbefinden und steigert die Lebenserwartung, wie eine Studie nun herausgefunden hat. Dünne und schwergewichtige Menschen profitierten schon von kurzen und nicht anstrengenden Aktivitäten: Sie können bereits zur Verbesserung der körperlichen Verfassung beitragen, ohne gleich in Ausdauersport auszuarten.

Eine Studie hat bestätigt, was eigentlich jedem bewusst ist: Mit regelmäßiger Bewegung kann man Krankheiten vorbeugen, fühlt sich besser und kann auf ein längeres Leben spekulieren. 650.000 Probanden im Alter von 21 bis 90 wurden auf ihre sportlichen Aktivitäten untersucht und die Ergebnisse wurden mit ihrem Body-Mass-Index (BMI) in Bezug gesetzt. Interessant sind vor allem die Erkenntnisse, die bei der Untersuchung von übergewichtigen Teilnehmern gewonnen werden konnten: Selbst leichte körperliche Tätigkeiten könnten gemäß der im „Plos Medicin“ Magazin veröffentlichten Studie bereits erstaunliche Verbesserungen beim Lebensalter und in der Lebensqualität vorweisen, auch wenn sie keinen Gewichtsverlust begünstigen.

Mit mehr Bewegung zu höherer Lebensqualität

Die Idee, mit Bewegung die Lebensqualität zu verbessern und die Sportaktivitäten in den Alltag einzubauen, geht auf die zivilisatorischen und gesellschaftlichen Änderungen gerade in den Großstädten des zwanzigsten Jahrhunderts zurück: Spätestens aber seit den 70ern war die „Trimm-Dich-Bewegung“ in aller Munde, sportliche Betätigungsmöglichkeiten wurden an Waldpfaden aufgebaut und das Joggen bekam große Aufmerksamkeit. Die 80er und 90er wurden von den Fitness-Studios und neuen Modesportarten bestimmt, als eine der neuesten Erscheinung wurde das Nordic Walking schnell populär.

Heute sind die Möglichkeiten, sich abwechslungsreich zu bewegen schier unbegrenzt und nötiger denn je, da ein überragender Teil der Bevölkerung seine Zeit vornehmlich sitzend verbringt: Auf der Arbeit, im Auto, zu Hause auf der Couch, am Computer. Diese körperliche Inaktivität führe laut Angaben der World Health Organisation (WHO) zu 3,2 Millionen Toten, so Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Dabei würden bereits leichte Bewegungsabläufe deutliche Verbesserungen hervorrufen und die Lebenserwartung erhöhen: Mit einem brüsken Spaziergang von etwas mehr als einer Stunde pro Woche ließe sich gemäß Berechnungen des Magazins „PloS Medicin“ das Leben um 1,8 Jahre durchschnittlich verlängern.

Höhere Lebenserwartung schon mit leichter Aktivität

Nach ihrem BMI als übergewichtig oder fettleibig klassifizierte Menschen könnten mit solchen Übungen oder auch nur mit der regelmäßigen Arbeit im Garten entschieden etwas für ihre Lebensqualität erreichen und stünden damit besser da, als schlanke oder dünne Menschen, die sich nicht bewegen. Besonders schwierig sähe es laut der Studie entsprechend für schwergewichtige ohne Bewegung aus: 7,2 Jahre weniger Lebenserwartung wurden für diese Gruppe im Durchschnitt ausgerechnet.

Bild: Bewegung von ceiling, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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