US Wahl 2012: Aktuelle Umfragen sehen Obama und Romney fast gleichauf

5. November 2012 - 14:08 - keine Kommentare

Die US-Wahl 2012 zum Amt des Präsidenten könnte aktuellen Umfragen zufolge ein nur sehr knappes Ergebnis erzielen: Barack Obama liegt nur mit nur wenigen Prozentpunkten vor dem Herausforderer Mitt Romney. Eine Chance für den Amtsinhaber liegt allerdings im amerikanischen Wahlsystem.

Die Umfragen zur US-Wahl 2012 bewegen sich schon seit Monaten für beide Kandidaten im Umkreis der gleichen Prozentzahlen: Sowohl der demokratische Barack Obama als auch sein republikanischer Gegenkandidat Mitt Romney können in den einzelnen US-Bundesstaaten jeweils etwa die Hälfte (plus/minus circa 3 Punkte als Fehlermarge der Statistik) der Wählerstimmen für sich beanspruchen. Einen verhältnismäßig hohen Vorsprung hat Obama in Ohio mit 51 zu 45 Prozent für Mitt Romney, in Florida, einem der wichtigsten Staaten bei der Wahl zum US-Präsidenten, liegt der Unterschied jedoch nur zwischen 49 und 47 Prozent.

Aktuelle Umfragen zur US Wahl 2012: Obama und Romney gleichauf

Im Durchschnitt aller Bundesstaaten sollen nach Angaben der „Washington Post“ beide Kandidaten mit jeweils 47,4 Prozent gleichauf liegen. Doch die Wählerstimmen des gesamten Landes sind bestenfalls interessante Indikatoren – wirklich wesentlich ist, wo die meisten Wählerstimmen zu finden sind. Denn das Wahlsystem in Amerika sieht keine Direktwahlen vor, sondern die Bestimmung von Wahlmännern: Welche der beiden Großparteien die meisten Stimmen in einem Wahlbezirk hat, bekommt alle Wahlmänner dort zugesprochen.

Entsprechend sind die sogenannten „Swing States“ Ohio und Florida besonders hart umkämpft. Im Gegensatz zu anderen Regionen, die traditionell entweder Republikaner oder Demokraten wählen, pendeln die Wähler hier in jeder US Wahl hin und her – und haben dabei doch mit 18 und 27 Wahlmännern die größten Anzahlen pro Staat der insgesamt 538 Wahlleute. 270 Stimmen benötigt ein Kandidat, um ins Weiße Haus einziehen zu können (oder dort zu bleiben), wodurch es auch geschehen kann, dass die Mehrheit der Amerikaner für einen von ihnen stimmt, doch aufgrund der Wahlmänner-Verteilung dieser trotzdem nicht der erste Mann im Staat wird.

Wahlprognosen in den Swing States: knapper Vorsprung für Obama in Florida und Ohio

Dennoch sind die Umfrageergebnisse in jedem Bundesstaat für Barack Obama und Mitt Romney nicht völlig uninteressant: Auch noch am letzten Tag vor der US-Wahl am  06. November 2012 wird versucht, anhand der aktuellen Umfragen zu ermitteln, in welchem Wahlkreis noch einmal offensiv geworben werden muss, um die dortige Wahlmänner-Anzahl erreichen zu können. Auch die Wechselwähler würden derzeit den beiden Präsidentschaftsanwärtern jeweils 46 Prozent ihrer Stimmen geben.

Nach den drei TV Duellen der beiden Kandidaten auf das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten konnte Barack Obama seinen leichten Vorsprung in erster Linie halten und nicht unbedingt ausbessern, zumal sein Herausforderer gerade in der ersten Diskussion eine bessere Figur machte als der Demokrat. Am 06. November 2012 wird sich zeigen, welcher der beiden Anwärter sich durchsetzt, nach Mitteleuropäischer Zeit könnte der Gewinner ab 3 Uhr morgens in der Nacht zum 7ten feststehen.

Bild:Mitt Romney von Austen Hufford, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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