Hurrikan Sandy: Ausmaß der Zerstörung in New York

1. November 2012 - 11:24 - keine Kommentare

Während der Hurrikan Sandy seinen verheerenden Weg nach Norden fortsetzt, findet New York allmählich wieder zur Ruhe: Nach zwölf Stunden Dauerbelastung unter dem Wirbelsturm zieht die Millionenstadt Bilanz  aus der Zerstörung bei der mindestens 18 Menschen ihr Leben verloren.

Am Montagabend traf der Hurrikan Sandy auf die Ostküste der Vereinigten Staaten: Atlantic City und weite Teile von New Jersey wurden verwüstet und New York hatte mit Überschwemmungen, gefluteten U-Bahn-Tunneln, Großbränden und Stromausfällen zu kämpfen. 18 Menschen seien laut Bürgermeister Michael Bloomberg vom Unwetter getötet worden, besonders an der Küste seien die Ausmaße der Zerstörung hoch. Nach dem Spuk wird der Alltag in der Metropole nur langsam wieder aufgenommen.

Zerstörungen in New York durch Hurrikan Sandy

Die Zerstörungen in New York durch den Hurrikan Sandy würden zwar nicht in die Kategorien von Jahrhundertstürmen wie „Katrina“ fallen, doch seien sie auch in der Millionenstadt an der Ostküste verheerend: 6.400 New Yorker sind derzeit in den 76 Notunterkünften untergekommen, für 750.000 Einwohner gibt es auf absehbare Zeit keinen elektrischen Strom. Besonders die Stromausfälle, unter anderem aufgrund einer Explosion im Umspannwerk von Manhattan, sorgen für die größten Unannehmlichkeiten: Es gibt vielerorts kein Licht, keine Möglichkeit zum Kochen, kaum Funknetz und auch die Versorgung mit Warmwasser wird davon beeinflusst.

Die Sturmböen und das Überschwemmungswasser haben in den Küstengebieten aber auch bis nach Manhattan eine Schneise der Zerstörung geschlagen, als schwerwiegender haben sich jedoch die resultierenden Brandherde erwiesen: In Breezy Point, Queens, brannten 111 Häuser nieder, die Feuerwehr konnte etliche der Brände kaum erreichen und wurde dann mit Hydranten konfrontiert, die nicht die benötigte Leistung erbringen konnten.

50 Millionen Dollar Schaden durch Wirbelsturm

Mittlerweile sind die Wassermassen zwar von den Straßen New Yorks abgeflossen, die U-Bahnen, deren Schächte vor allem mit Meerwasser durchflutet waren, fahren jedoch noch immer nicht. Für die Einwohner der Metropole bedeutet dies in erster Linie, dass viele Pendler unter ihnen nicht zur Arbeit kommen können, denn Taxis sind momentan rar gesät und der versprochene Busservice stockt.

Daher wird der Hurrikan Sandy auch ganz handfeste, wirtschaftliche Auswirkungen haben, deren Reichweite noch nicht abgeschätzt werden können. Die Börse von New York wurde derweil wieder geöffnet, konnte bislang aber noch nicht die gewohnten Besucherzahlen und Banken-Aktivitäten an der Wall Street aufweisen. Auch der John F. Kennedy Flughafen nahm wieder seinen Betrieb auf – beinahe 16.000 Flüge waren während des Wirbelsturms gestrichen worden.

Bild:Hurrikan Sandy von Sharese Ann Frederick, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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