Griechenland: Finanzbeamte und Steuerfahnder sollen entlassen werden

22. Oktober 2012 - 08:03 - keine Kommentare

Um die Finanzen im wirtschaftlich angeschlagenen Griechenland wieder in den Griff zu bekommen plant die Regierung einen drastischen Einschnitt. Demnach sollen führende Finanzbeamte entlassen werden und durch neue ersetzt werden. Diese wiederum können nur maximal drei Jahre im Amt bleiben. Steuerfahnder sollen außerdem durch erfüllte Quoten ihren Posten rechtfertigen.

Viele grundlegende Probleme Griechenlands sind vor allem durch ein kaum durchsichtbares Beamtennetz entstanden, bei denen die Verantwortlichen sehr viel Willkür walten ließen und es kaum Kontrollorgane gab. Dies soll sich jetzt zeitnah ändern, denn die Regierung hat jetzt einen Vorschlag der Troika aus EU-Kommission, Internationaler Währungsfonds und Europäische Zentralbank aufgenommen.

Finanzbeamte und Steuerfahnder sollen entlassen werden

Um die alten Strukturen aufzubrechen sollen alle führenden Finanzbeamten Griechenlands entlassen werden. Im Finanzministerium, bei Steuer- und Zollbehörde sowie der Behörde für Wirtschaftskriminalität SDOE sollen neue Kräfte die Führungspositionen übernehmen und sich alle drei Monate einer Leistungskontrolle unterziehen. Fällt diese nicht positiv aus, wird der Beamte wiederum ersetzt werden. Zudem wird die Wirkungszeit der neuen Beamten auf maximal drei Jahre festgelegt, um keine festen Strukturen mehr zu ermöglichen.

Auch Steuerfahnder sind in das Visier der Regierung geraten. Auch hier plant man umfangreiche Entlassungen und den Einsatz neuer Kräfte. Diese müssen strikt festgelegte Quoten erfüllen, sonst müssen auch sie von ihren Posten weichen. Auf Begeisterung bei den Betroffenen stösst dieser Vorschlag jedoch nicht. Die Finanzbeamten haben unter anderem in einem Video ihrem Unmut Luft gemacht und auf die schwierigen Umstände im Land verwiesen, in dem viele Menschen die Forderungen des Finanzamtes nicht erfüllen können.

Bild:Griechenland von dorena-wm, CC BY – bearbeitet von borlife.

 

 
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