So hohe Lebenserwartung wie nie

16. Oktober 2012 - 14:20 - keine Kommentare

Die Menschen werden heutzutage im Schnitt doppelt so alt wie noch vor einhundert Jahren. Damit einhergehend ist die Sterberate auf ein historisches Tief gesunken und zwar um das 200-fache wie noch im Jahr 1900. Die Wissenschaftler erklären diese Entwicklung mit den Fortschritten der Industriellen Revolution und einem besseren medizinischen Versorgungsstatus.

Das Max-Planck Institut für demografische Forschung in Rostock beschäftigt sich schon lange mit der Bevölkerungsentwicklung. Demnach sei die Sterberate der Deutschen derart nach unten gegangen, dass sie sich weit von den ursprünglichen Jägern und Sammlern entfernt hätten, die gemäß ihrer Sterberate eher den Schimpansen verbunden waren.

Geringe Sterberate

Bei ihren Studien zogen die Forscher aus Rostock die Sterberaten von Menschen aus den Industrienationen Frankreich, Schweden und Japan heran und verglichen diese mit denen der Jäger und Sammler aus den Urzeiten. Dabei ermittelten sie, dass die niedrigere Sterberate der heutigen Menschen aus den Industrieländern in den letzten hundert Jahren um ein 200-hundertfaches gesunken sei. So können im Jahr 2010 geborene Mädchen mit einer Lebenserwartung von 82,73 Jahren rechnen und Jungen mit 77,72Jahren. Dagegen hätte sich die Sterberate der Menschen in den letzten Millionen Jahren zur Menschwerdung nur um rund zehn Prozent gesenkt. Die gesündere Lebensweise und der moderne Fortschritt hätten dazu die Hauptvoraussetzungen geboten.

Anpassung nicht ausschließlich beim Menschen

Allerdings seien Menschen nicht wandelbarer als andere Lebewesen etwa auch, und daher sei nicht auszuschließen, dass auch andere Arten bei entsprechender Entwicklung ihre Sterberate derart anpassen würden.

Bild: Aktive Senioren von insel_juist, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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