Fondssparer konzentrieren sich auf große Fonds

16. Oktober 2012 - 14:15 - keine Kommentare

Die europäischen Sparer investieren vermehrt in Fonds und können sich aus einer großen Auswahl bedienen. Dabei sind die Anleger nicht fondsgebunden und entscheiden sich alle paar Jahre für einen neuen Fond wie das Fondratinghaus Lipper herausgefunden hat.

22.000 Fonds gibt es in Europa. Bei einer derart großen Auswahl ist es leicht, den Überblick zu verlieren und viele vertrauen auf die Meinung sogenannter Finanzexperten. Doch nun zeigen die neusten zahlen des Fondratinghauses Lipper, dass viele Fonds gar keine Sinn machen und sich nicht zum Sparen eignen. Lipper wertete alle Aktien-, Renten- und Mischfonds aus, die von einem Fondsmanager betreut werden, und fand heraus, dass mehr als 14.000 Fonds kaum noch neue Kunden finden. Offenbar vertrauen die Anleger auf einige wenige Angebote.

Einseitige Fondverteilung

So rechneten die Experten von Lipper vor, dass 2012 mehr als ein Viertel aller Nettomittel in die zehn größten Fonds flossen. Daneben konnten 63 Prozent der Fond nur noch Abflüsse vermelden. Auch ändere sich die Wahl der Fonds jedes Jahr und daher seien Prognosen schwierig. So seien die Lieblinge der Anleger bis 2007 die Aktienfonds gewesen und in den letzten Jahre der Krise eher die Rentenfonds. Sicherheit stand somit vor dem Gewinnstreben bei den Anlegern.

Stimmungsabhängige Fonds

Demnach sei die Fondauswahl stimmungsabhängig und verändert sich jedes Jahr. Doch das Fondratinghaus sieht derzeit auch einen Umschwung hin zu risikobehafteten Fonds. So befänden sich drei High Yield-Fonds, die mit hohen Renditen locken, auf der Top Ten Liste der meistverkauften Fonds.

Bild: Euro von Images_of_Money, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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