Euro-Umfrage: Zustimmung und Ablehnung der europäischen Währung halten sich die Waage

15. Oktober 2012 - 13:44 - keine Kommentare

Mit einer Umfrage wurde die Bewährung des Euros ermittelt: Das nur knapp zustimmende Ergebnis von 49 zu 48 Prozent wird als leichte Verbesserung früherer Werte angesehen, während sich weiter Zweifel an der Zukunft der gesamteuropäischen Währung abzeichnen.

Der Euro hat einen schweren Stand: Die Finanzkrise in Griechenland und Spanien beeinflusst auch die anderen europäischen Märkte und als Weg aus den Wirtschaftsproblemen scheint die Rückkehr zu alten Währungen zu winken. Das Institut für praxisorientierte Sozialforschung (Ipos) hat nun eine Umfrage für den Bundesverband deutscher Banken durchgeführt, in der die gespaltene Einstellung zur gesamteuropäischen Währung deutlich wird: Von 1.014 repräsentativen Befragten zeigten 49 Prozent ihre Zustimmung für den Euro an, 48 Prozent hingegen hatten kein Vertrauen in die seit 2002 als Bargeld bestehende Währung.

Knappes Ergebnis der Euro-Umfrage: Leichte Zustimmung zur Währung

Während der Unterschied in der Befragung nur einen einzigen Prozentpunkt beträgt, lässt sich dennoch im Vergleich zu vorherigen Umfragen vergangener Jahre eine leichte Verbesserung ablesen: Die negative Bewertung des Euro war zwischen Anfang 2010 und 2011 von 50 auf 54 Prozent gestiegen, die positive Einschätzung von 48 auf 43 Prozent gesunken. Der nun errechnete Anstieg auf 49 Prozent trotz der anhaltenden Euro-Krise wird als wachsende Wertschätzung der Währung bewertet.

Teil der Umfrage war jedoch auch eine Einschätzung der Zukunft des Euro: Hierbei zeigten sich wiederum 49 Prozent zuversichtlich, während 44 Prozent der Befragten für die Währung Europas keine dauerhaften Chancen sahen. Im Vergleich hierzu zieht die „Frankfurter Rundschau“ eine Befragung aus dem Jahr 2008 heran, in der nur 14 Prozent vom Scheitern des Euro überzeugt waren und 78 Prozent hinter ihm standen.

Umfrageergebnisse zeigen Verbesserung auf

Auffällig bei dem Vergleich der Umfrageergebnisse der letzten drei Jahre zur Bewährung des Euro (2010: 48 Ja-Stimmen zu 50 Nein-Stimmen, 2011: 43 zu 54 und 2012: 49 zu 48) sind die jeweils nur knappen Meinungsunterschiede – lediglich zu Beginn der aktuellen Krise vor einem Jahr war eine deutlichere Ausprägung ersichtlich. Dennoch scheint die Zustimmung in Deutschland zum Euro einerseits zuzunehmen und andererseits sich mit der Ablehnung die Waage zu halten. Gründe hierfür könnten im bisherigen Nicht-Eintreffen schwerwiegender Einbrüche der deutschen Wirtschaft liegen und an sich positiv entwickelnden Arbeitslosenzahlen, während weiterhin Zweifel daran bestehen, dass die Krisensituation in der Euro-Zone sich in absehbarer Zeit verbessert.

Bild: Euro-Krise von Tax Credits, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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