Friedensnobelpreis 2012 für die EU sorgt für Diskussionen

13. Oktober 2012 - 08:51 - keine Kommentare

Mit großem Wohlwollen wurde gestern die Entscheidung des Nobelpreiskomitees die EU mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichen von den meisten Regierungschefs in Europa zur Kenntnis genommen. Die Würdigung der Arbeit der vergangenen 60 Jahre hin zu einem gemeinsamen Europa sehen viele als gerechtfertigt an, allerdings gibt es auch zahlreiche Skeptiker, die der Entscheidung mit Spott gegenüberstehen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle würdigte die EU unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Entscheidung als “das erfolgreichste Friedensprojekt der Geschichte” und auch in anderen Ländern Europas war man erleichtert die Gemeinschaft nach den kräftezerrenden Wochen der jüngsten Vergangenheit einmal in einem positiven Licht zu sehen. Das Nobelpreiskomitee in Oslo hat ein ungewöhnliches Zeichen gesetzt mit der Vergabe des Friedensnobelpreises an die EU, den die Europäische Gemeinschaft sicherlich auch über ihren gesamten Wirkungszeitraum von mehr als 60 Jahren sicherlich auch verdient hat. Offene Grenzen, wirtschaftliche Solidarität und vor allem nach dem 2. Weltkrieg auch politische Konstanz werden mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt.

Friedensnobelpreis 2012 für die EU sorgt für Diskussionen

Allerdings sehen nicht alle die Entscheidung als richtig an. Gerade im ohnehin europakritischen Großbritannien sorgte die Verleihung bei zahlreichen Politikern für Empörung. “Satire”, “lächerlich” oder “Aprilscherz” sind nur ein kleiner Auszug dessen, was auf der Britischen Inseln zu lesen war. Auch in den sozialen Netzwerken, die als Indikatoren der öffentlichen Meinung gelten können, war vermehrt Sport für die Entscheidung zu finden.

Der Friedensnobelpreis 2012 wird wohl umstritten bleiben, aber es war eine mutige Entscheidung für den europäischen Kurs und dies aus einem Land, das der Gemeinschaft gar nicht angehört.

Bild: Friedensnobelpreis von Utenriksdept, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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