Finanzkrise trifft Jugendliche schwer

12. Oktober 2012 - 17:22 - keine Kommentare

Die Folgen der Weltwirtschaftskrise sind in ganz Europa zu spüren, doch gerade die Jugendlichen spüren die volle Wucht. Denn rund ein Drittel der derzeitig 200 weltweiten Millionen arbeitslosen Menschen wären Jugendliche unter 25 Jahren. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation Ilo seien vor allen Dingen die jungen Griechen und Spanier davon betroffen.

Die südeuropäischen Länder werden von einer der größten Wirtschaftskrisen überhaupt heimgesucht und jeder zweite Jugendliche kann keinen Job nachweisen. Viele geben resigniert auf, suchen auch gar nicht mehr und fallen nach einiger Zeit aus der Arbeitslosenstatistik heraus.

Dramatische Folgen

Die langfristigen Folgen einer derartigen Politik, die ihre jungen und gut ausgebildeten Bürger nicht verwerten und fördern kann, sind verheerend: Auf Dauer werden die Jugendlichen den Anschluss an die Arbeitswelt verlieren und vom Sozialstaat abhängig werden. Schon sprechen Experten von einer verlorenen Generation, die weder ihre jungen Familien versorgen können noch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben.

Politiker aufgefordert zu handeln

Die Ilo sieht bei den Politikern und Wirtschaftsfachleuten der einzelnen Länder in Handlungsbedarf und fordert diese dazu auf, entscheidende Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit einzuleiten. Die könnten laut der Arbeitsorganisation aus Jobgarantien wie man sie Österreich kennt oder auch speziellen Jobprogrammen.

Hoffnungsschimmer

Gleichzeitig versprühen Forscher der Arbeitsorganisation Ilo einen Hauch Hoffnung und machen einen leichten Aufwärtstrend aus in den nächsten Jahren. So soll bis zum Jahr 2017 die Jugendarbeitslosigkeit in den Industrieländern auf um fast zwei Prozent auf 15,6 Prozent zurückgehen.

Bild: Athen Protest von George Laoutaris, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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