Strompreis-Erhöhungen: Umlage für Erneuerbare Energien steigt 2013

9. Oktober 2012 - 13:36 - keine Kommentare

Die Strompreise steigen wieder: Nach den jüngsten Erhöhungen der Energieversorger warnt die Bundesnetzagentur nun für das Jahr 2013 vor einer Steigerung um 5 Cent pro Kilowattstunde bei der Umlage aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG).

Derzeit beträgt die Umlage für Ökostrom 3,59 Cent pro Kilowattstunde. Doch wie Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, vermutet, könnte sie auf 5 Cent im Jahr 2013 steigen. Ein durchschnittlicher Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Jahr würde somit allein für die Erneuerbare Energien Umlage rein rechnerisch 56,40 Euro mehr zahlen. Zudem wird ebenfalls erwartet, dass die Netzentgelte steigen, die von den Netzbetreibern zur Stromdurchleitung erhoben und die ebenfalls auf den Strompreis umgelegt werden.

Steigende Strompreise: Ökostrom-Umlage wird 2013 erhöht

Der Bundesminister für Umwelt, Peter Altmaier (CDU), will der kommenden Preiserhöhung für Strom entgegen treten, indem er verstärkt kostenlose Energieberatungen fördern möchte. Hierzu sollen sich die Kommunen, sowie Vertreter vom Verbraucherschutz, den Energielieferanten und Wohlfahrtsverbänden zusammensetzen, um ein gemeinsames Konzept zum Stromsparen vor allem für Geringverdienende zu erarbeiten. Für den Fraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin, besteht das Problem jedoch eher in der steuerlichen Begünstigung von Industrieunternehmen mit hohem Stromverbrauch.

Ebenfalls skeptisch beurteilen Stromexperten der Verbraucherzentralen und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes die Anleitung zum Stromsparen: Stromsparende Geräte sind in ihrer Neuanschaffung häufig teuer, so dass sie keine Lösung für eine drohende Energiearmut darstellen können, wenn sie nicht staatlich gefördert würden. Ebenso führen geringere Einnahmen der Energieunternehmen zu Preissteigerungen, während der größte Teil der Strompreise nach wie vor durch Steuern und Abgaben bestritten wird.

Stromsteuer, Abgaben und Umlagen: Fast 50 Prozent der Energiekosten

Die Strompreise errechnen sich aus den Kosten für seine Erzeugung beim Energieunternehmen und den Transport zum Energieverbraucher, Konzessionsabgaben, Umlagen aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und dem Erneuerbare Energien Gesetz, der Stromsteuer und der Umlage aus Paragraph der Stromnetzentgeltverordnung, sowie der Umsatzsteuer. Im Jahr 2012 beträgt der steuerliche Anteil  und jener aus Umlagen und Abgaben 45,4 Prozent des Strompreises.

Neben der Steigerung der Umlage aus dem Erneuerbare Energien Gesetz und den Netzentgelten sorgen auch mögliche Versorgungsengpässe für Ungewissheit am Strommarkt: Unrentable Kraftwerke werden vermehrt abgeschaltet, doch besonders Süddeutschland hat kaum Möglichkeiten, die Ausfälle mit Ökostrom auszugleichen.

Bild: Strompreis von mueritz, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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