US-Präsidentenwahl 2012: Stolpersteine für Barack Obama trotz Vorsprung

1. Oktober 2012 - 12:15 - keine Kommentare

Die US Präsidentenwahl wird in wenigen Wochen zeigen, ob Barack Obama eine zweite Amtszeit zugestanden wird oder ob Herausforderer Mitt Romney das Präsidentenamt übernehmen wird. Momentan stehen die Chancen für den Amtsinhaber gut, jedoch sind noch einige Hürden zu nehmen.

Kurz vor der US Präsidentenwahl scheint sich ein leichter Vorsprung für den amtierenden, 44sten Präsidenten Barack Obama gegen den republikanischen Herausforderer Mitt Romney zu etablieren, doch noch sind nicht alle Hürden beseitigt: Einige der wechselhaften Swing States wurden Umfragen gemäß zwar überzeugt, doch erst nach den drei TV Duellen der beiden Kandidaten werden genauere Prognosen zulassen. Und in jenen muss Obama nicht nur redegewandt und charismatisch wirken, sondern zu den Fehlern in seiner Amtszeit Stellung beziehen.

US Präsidentenwahl 2012: Obama liegt in Umfragen vor Romney

Barack Obama sitzt nach wie vor zwischen allen Stühlen: Seine im Ausland geschätzte Politik mag in Amerika nicht richtig Fuß fassen, seitdem die Demokraten im Repräsentantenhaus nicht mehr die Mehrheit halten sind etliche Ideen schlichtweg nicht mehr umsetzbar, viele der Wahlversprechen aus dem Jahr 2008 konnten nicht eingehalten werden.

Und dennoch steht der derzeitige Präsident bei den Umfrageergebnissen in der Gunst von 49 Prozent der Wählerschaft, während sich Herausforderer Romney knapp dahinter befindet. Mehrere Faktoren könnten nun kurz vor der Zielgeraden Obama doch noch zurückwerfen: Mit einer Arbeitslosenquote von über 8 Prozent und einer Staatsverschuldung in Rekordhöhe sind viele amerikanische Wähler nicht von den wirtschaftlichen Fähigkeiten ihres Staatsoberhaupts überzeugt.

Wirtschaftsexperte Mitt Romney derweil hat sich besonders in den letzten Wochen durch unüberlegte Aussagen und erstaunliche Fehltritte, unter anderem in Bezug auf seine Einstellung gegenüber den ärmeren Amerikanern und die Veröffentlichung seiner Steuererklärung, neben seinem steifen öffentlichen Auftreten hervorgetan: Der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär konnte bislang vor allem jene gemäßigt-konservativen Wähler überzeugen, die in ihm in erster Linie „nicht-Obama“ sehen, nun muss er glaubhaft vermitteln, die Probleme der aktuellen Regierung aus der Welt schaffen zu können.

TV Duelle der Präsidentschaftskandidaten: Entscheidung nach Fernsehdebatte

Die Rede-Duelle im amerikanischen Fernsehen sind traditionell nicht nur große Medienereignisse, sondern fungieren oftmals auch als Zünglein an der Waage: Hier werden die beiden Kandidaten ihre wesentlichen Punkte noch einmal vorstellen und auch mit der Kritik ihrer Gegner konfrontiert. Wer hier die bessere Figur macht, macht auch meistens das Rennen.

Am 06. November 2012 findet die 57. Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten statt: Die Wahlmänner werden dabei in den einzelnen Bundesstaaten bestimmt, die im Gegenzug am 17. Dezember dann für einen der beiden Kandidaten der Demokraten und der Republikaner stimmen.

Bild: Barack Obama von jamesomalley, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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