Internet-Zensur im Iran

24. September 2012 - 14:16 - keine Kommentare

Der Iran will nach dem Video-Portal YouTube nun auch Google sperren lassen und seinen Bürgern den Zugriff zu weltweiten Informationen im Internet verbieten. Schon in wenigen Monaten will der Iran ein eigenes Netzwerk nutzen, welches losgelöst vom www funktionieren soll.

Das Internet-Video-Portal YouTube ist in Iran schon lange gesperrt und seinen Bürgern nicht zugänglich. Doch nun will die Regierung auch Google und Gmail blocken lassen, um wie es heißt, mehr Sicherheit im Land zu gewährleisten. Zum Anlass nahm die iranische Regierung das Mohammed-Schmähvideo, das in der letzten Woche für weltweite Proteste in der islamischen Welt gesorgt hatte. Dabei soll Iran sein eigenes Netzwerk erhalten, dass losgelöst vom World Wide Web funktionieren kann.

Internetverhalten kontrolliert

Sollte das Land seine Ankündigungen wie geplant umsetzen, wäre Iran der zweite Staat nach China, das das Internet filtert und seine Nutzer und deren Veralten im Internet kontrolliert. Dabei betont die Regierung um Staatschef Mahmud Ahmadineschad sein Volk keineswegs gängeln zu wollen, sondern angesichts der letzten Ausschreitungen vielmehr zu schützen.

Facebook und YouTube riefen zum Protest auf

Dagegen führen viele Iraner selber die Blockade auf die aktive Nutzung bei Demonstrationen und Aktionen gegen den Staatschef Ahmadineschad. Demnach nutzten viele, gerade junge Iraner Facebook und YouTube bei der Wiederwahl des Präsidenten im Jahr 2009, um ihren Protest gegen das Staatsregime auszudrücken.

Bild: Computer von amonja, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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