Emmy-Verleihung 2012: Homeland sticht Mad Men aus

24. September 2012 - 13:58 - keine Kommentare

Bei der 64. Emmy-Verleihung in Los Angeles wurde die Erfolgssträhne der „Mad Men“ gebrochen: Die neue Serie „Homeland“ sicherte sich den begehrten Fernsehpreis in sechs Kategorien – die seit fünf Jahren laufende Werbeagentursatire war hingegen für 17 Emmys nominiert.

Was dem Kino der Oscar, sind dem Fernsehen die Emmys: Seit 1949 wird die Statue an die besten Serien und Filme auf dem kleinen Bildschirm verliehen. Seit ihrer Erstausstrahlung im Jahr 2007 war die Serie „Mad Men“ von Matthew Weiner mit Jon Hamm ständiger Favorit der „Primetime“ und der „Creative Arts“ Emmys und konnte insgesamt 15 Preise in mehreren Kategorien erlangen. 2012 wurde die Satire, die das absurde Treiben in einer Werbeagentur der 1960er zeigt, in 17 Kategorien nominiert und konnte sich nicht in einer davon durchsetzen.

Homeland: Gewinner bei den Emmys mit Claire Danes

Stattdessen kann die Showtime-Serie „Homeland“ der beiden „24“-Produzenten Howard Gordon und Alex Gansa als absoluter Gewinner der 64. Emmy Verleihung gelten: Das auf der israelischen Serie „Hatufim“ basierende Thriller-Drama mit Claire Danes und Damien Lewis konnte sich sechs der begehrten Fernsehpreise sichern, unter anderem in den wichtigsten Kategorien „Outstanding Drama Series“, „Outstanding Lead Actress“ und „Outstanding Lead Actor“

In „Homeland“ kehrt ein seit acht Jahren als tot geltender amerikanischer Soldat aus der Kriegsgefangenschaft zurück und wird zum Helden stilisiert, während eine CIA Agentin glaubt, er sei einer Gehirnwäsche unterzogen worden und plane nun Anschläge auf die USA. Beide kämpfen mit ihren persönlichen Dämonen und kommen nur allmählich der Wahrheit hinter den Kulissen auf die Spur. Für die deutsche Ausstrahlung hat sich die ProSiebenSat.1 Gruppe die Rechte gesichert, ein Termin steht jedoch noch nicht fest.

Mad Men: Werbesatire mit Jon Hamm geht leer aus

Auch wenn „Mad Men“ in diesem Jahr keine Statue mitnehmen konnte, stellt die Nominierung in siebzehn Punkten einen gewissen Sieg dar: Die Satire-Serie verhandelt nicht nur das Bild der Vergangenheit und die damaligen sozialen Themen, sondern bereitet diese auch im aktuellen Bezug auf. Frauenrechte, Männerbilder, Alkoholismus und Sexismus bleiben wichtige Diskussionsaspekte, wie auch die Nominierungsliste bei den 64. Emmys deutlich macht. Die Serie läuft im deutschen Fernsehen auf ZDFneo.

Neben „Mad Men“ und „Homeland“ waren in diesem Jahr auch „Boardwalk Empire“, „Breaking Bad“, „Game of Thrones“ und „Downtown Abbey“ in der näheren Auswahl. Im Comedy-Bereich konnte zum dritten Mal in Folge „Modern Family“ gewinnen, eine Mockumentary-Serie mit Ed „Al Bundy“ O’Neill, die in Deutschland auf RTL Nitro läuft.

Bild: Emmy von itupictures, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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