Formel 1: Sebastian Vettel unter Zugzwang

21. September 2012 - 12:46 - keine Kommentare

Am Sonntag gastiert die Königsklasse des Motorsports in Singapur. In sieben Rennen sind noch 175 Punkte zu vergeben, doch trotzdem steht der aktuelle Weltmeister Sebastian Vettel bereits unter Zugzwang. Der 25-Jährige benötigt einen Sieg, um den Anschluss an den Führenden Fernando Alonso herzustellen.

Der Spanier besitzt derzeit einen 39-Punkte-Vorsprung vor dem Heppenheimer. Doch Vettel glaubt weiterhin an seine Chance und hofft auf die letzten sieben Kurse, die seinem Auto entgegen kommen sollten. Weitere Ausfälle, wie zuletzt beim Großen Preis von Italien, kann sich der 25-Jährige allerdings nicht erlauben, falls er zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft für sich entscheiden möchte.

Red Bull bleibt optimistisch

Doch sein Rennstall Red Bull steht den kommenden Aufgaben positiv gegenüber. In erster Linie darf sich der Heppenheimer über die Wahl des Reifenherstellers Pirelli freuen. Bei den Rennen in Spa und Malaysia kamen die Mischungen medium und hart zum Einsatz. An den beiden Wochenenden lief es bei Vettel suboptimal, denn sein Bolide harmonierte überhaupt nicht mit den härteren Mischungen. Nun liefert Pirelli bei den nächsten drei Rennen die weichen und superweichen Reifen, mit denen Vettel unter anderem in Bahrain gewann, zum Einsatz. „Jetzt kommen nur noch Red-Bull-Strecken. Kurse, die viel Abtrieb brauchen“, sagte auch sein ehemaliger Toro-Rosso-Teamkollege Tonio Liuzzi. Trotz der 39 Punkte Rückstand in der Weltmeisterschaftswertung auf den Führenden Fernando Alonso bleibt der Deutsche gelassen. „Wir haben immer noch sehr, sehr gute Chancen. Weitaus größere als 2010 zwei Rennen vor Schluss. Damals musste ich pro Rennen 12,5 Punkte aufholen. Diesmal weniger als sechs“, erinnerte der 25-Jährige an den Gewinn seines ersten Titels vor zwei Jahren. Doch nicht alle Faktoren sprechen für ihn und seinen ”roten Bullen”.

Stallorder hilft Alonso

Zum Einen macht die Wetterprognose Vettel zu schaffen, denn am Sonntag soll es beim Rennen des in der Nacht ausgetragenen Grand Prix regnen. „Keiner von uns ist je ein Formel-1-Rennen bei Nacht mit Flutlicht im Nassen gefahren“, sagte der deutsche Titelkandidat vor dem Formel 1 Wochenende. Außerdem ist der Grund für den Defekt an der Lichtmaschine, der für den Ausfall beim letzten Grand Prix in Monza verantwortlich war, noch nicht vollständig geklärt. Besonders gravierend könnte jedoch das Problem der Stallorder aus Sicht des Heppenheimer sein. Während Felipe Massa seinen Teamkollegen und Führenden der Fahrerwertung Fernando Alonso beim Grand Prix von Italien passieren ließ, wird es bei Red Bull keine internen Absprachen geben. „Ich will das nicht“, sagte Besitzer Dietrich Mateschitz vor den letzten sieben Rennen dieser Saison. Da aber auch Kimi Raikkönen und Lewis Hamilton, die ebenfalls vor Vettel in der Weltmeisterschaftswertung liegen und noch Chancen auf den Titel besitzen, im Zweifel von den Kollegen aus dem eigenen Rennstall profitieren würden, besitzt der 25-Jährige einen klaren Nachteil. Trotzdem hofft Sebastian Vettel auf seinen zweiten Saisonsieg beim Rennen in Singapur, dass am Sonntag um 14 Uhr startet und von RTL übertragen wird.

Bild: Sebastian Vettel von ph-stop, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Formel 1: Sebastian Vettel unter Zugzwang

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!