Angst vor Ausschreitungen nach Mohammed-Karikaturen

20. September 2012 - 10:39 - keine Kommentare

Der Aufruhr in der islamischen Welt geht weiter. Nachdem zunächst ein geschmackloser Film im Internet über den Propheten Mohammed zu Ausschreitungen und Angriffen auf westliche Botschaften geführt hatte, wurde in Europa und den USA die Debatte über Toleranz und Meinungsfreiheit neu entfacht.

Die französische Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ brachte am gestrigen Tag eine Ausgabe mit Mohammed-Karikaturen heraus und berief sich auf die Pressefreiheit. Dies erzürnte wiederum die islamischen Gläubigen, die sich dadurch zutiefst beleidigt fühlen würden und neue Proteste ankündigten. Auch das deutsche Satire-Magazin „Titanic“ hat eine Ausgabe zum Thema angekündigt.

USA verurteilt Karikaturen

Jetzt schaltete sich die USA ein und kritisierte die neuesten Karikaturen scharf, da sie eine weitere Eskalation der Situation befürchtet. Der Sprecher der US-Regierung, Jay Carney, warnt vor Anfeindungen und eventuell neuen Protesten in vielen arabischen Ländern. Erst letzte Woche wurde die deutsche Botschaft im Sudan angegriffen, der US-Botschafter in Libyen ermordet und in vielen arabischen Staaten protestierten die zehntausende wütende Bürger gegen die Verunglimpfung gegen ihren Propheten.

Auswärtiges Amt warnt

Derweil reagierten einige Reiseveranstalter auf die Ausschreitungen und stornieren Ausflüge in arabische Länder wie Tunesien. Frankreich kündigte an, zwanzig Botschaften und Konsulate zu schließen. Die unruhige Lage bleibt abzuwarten und auch das Auswärtige Amt rät zur Vorsicht bei Reisen in islamische Länder.

Bild: Proteste von __Wichid__, CC BY – bearbeitet von borlife.

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