Hartz IV-Regelsätze steigen

19. September 2012 - 17:05 - keine Kommentare

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass die Hartz IV-Leistungen ab kommenden Jahr um acht Euro auf monatlich 382 Euro erhöht werden. Sollte der Bundesrat zustimmen, erhalten somit rund drei Millionen leistungsberechtigte Haushalte mehr Geld.

In Deutschland sind etwa 6 Millionen Menschen auf Hartz IV angewiesen. Dabei sieht die Regelung der staatlichen Hilfe auch eine periodische Erhöhung des Regelsatzes vor, um die allgemeine Preissteigerung und Lohnentwicklung im Land widerzuspiegeln. Demnach werden die Hartz IV-Empfänger ab nächstem Jahr monatlich 382 Euro pro Monat erhalten. Gleichzeitig werden auch die Bedarfssätze für Kinder angepasst. Beschlossen wurde das jetzt von der Bundesregierung unter einer Verordnung von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen.

Bedarfssätze 2013

Ab dem kommenden Jahr werden alleinstehende Erwachsene 382 Euro im Monat erhalten, währenddessen zwei in einem Haushalt lebende Erwerbslose 345 Euro kriegen. Kinder und Jugendliche werden gestaffelt zwischen zwei und sieben Euro mehr auf ihr Konto überweisen bekommen.

Scharfe Kritik

Allerdings bemängeln Kritiker, dass der Bedarfssatz unter der Lohnentwicklung läge. Laut dem Mischindex, der sich aus der Preissteigerung und Lohnentwicklung ergibt, sollte der Regelsatz um 2,26 Prozent steigen. Die derzeitigen Anhebung der Hartz IV-Sätze fällt mit 2,1 Prozent allerdings bedeutend geringer aus, als der Index vorgibt. Derweil fordert der Sozialverbund Deutschlands eine grundlegende Reform des umstrittenen Systems, da immer mehr Menschen auf Hartz IV-Unterstützung angewiesen sind, die arbeiten gehen.

Bild: Euro von Images_Of_Money, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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