Deutsches Gastgewerbe muss schwachen Sommer verzeichnen

17. September 2012 - 16:14 - keine Kommentare

Das deutsche Gastgewerbe setzte im Sommer zum vierten Mal in Folge weniger um als im Vorjahr. Schuld an der schlechten Entwicklung ist in erster Linie das schlechte Wetter in diesem Jahr. Nun hoffen Hoteliers und Gastronomen auf einen starken Herbst.

Die Umsätze sanken um 2,4 Prozent im Juni, wie das Statistische Bundesamt nun mitteilen ließ. Zwar stiegen die Zahlen im Juli dann leicht an, doch im Vergleich zum Vorjahr musste in diesem Sommer das deutsche Gastgewerbe deutliche Einbuße verzeichnen. Den nächsten Wochen sehen Hoteliers und Gastronomen allerdings positiv entgegen.

Schlechtes Wetter verschuldet Misere

„Angesichts des schlechten Wetters kommen diese Zahlen nicht ganz überraschend. In der Außengastronomie gab es durch die Bank massive Umsatzverluste“, ließ Ingrid Hartges nach der Veröffentlichung der Daten verlauten. Sie ist derzeit Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes und kennt die Probleme der Branche genau. Besonders an Nord- und Ostsee blieben viele Zimmer leer. Doch die positive Jahresprognose bleibt bestehen, denn der Verband erwartet einen starken Herbst. Speziell das Tagungs- und Messegeschäft könnte für steigende Zahlen in den kommenden Wochen sorgen und auch viele Kurzreisen innerhalb Deutschlands während der Herbstferien hält Ingrid Hartges für möglich.

Umsatzwachstum erwartet

Somit erwartet die Branche auf das Jahr betrachtet trotzdem eine deutlich positive Bilanz, falls die Konsumlaune nicht durch neue Turbulenzen an den Finanzmärkten negativ beeinträchtigt wird. Ein Umsatzwachstum von 2,5 Prozent gilt weiterhin als realistisch. Bisher wurde ein Plus von bis zu drei Prozent vorausgesagt, doch nach dem schwachen Sommer scheint dies nun nicht mehr möglich zu sein. In der ersten Hälfte des Jahres 2012 setzten die Gastgewerbebetriebe genauso viel um wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Dabei konnte die Hotellerie bisher im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser abschneiden als die Gastronomie. Nun hofft die Branche auf einen positiven Verlauf des zweiten Halbjahres um die Prognosen doch noch erfüllen zu können.

Bild: Deutsches Gastgewerbe von Cappellmeister, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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