Konflikt zwischen China und Japan weitet sich aus

17. September 2012 - 14:43 - keine Kommentare

Der Konflikt zwischen China und Japan um die unbewohnten Inselgruppen im Ostchinesischen Meer weitet sich aus. Seit langem streiten sich die beiden Nationen um die Inseln, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannt werden.

Letzte Woche entbrannte der Streit auf ein neues, weil Japan die Inseln von einem privaten Besitzer kaufen will. China sieht das als Beleidigung und will sich dagegen zur Wehr setzen. Die Inseln werden von China und Taiwan beansprucht, werden jedoch seit vierzig Jahren von Japan kontrolliert.

Handelskrieg droht

Daraufhin protestierten die wütenden Chinesen vor der japanischen Botschaft in Peking, zündeten Toyota-Autohäuser an und plünderten japanische Supermärkte in zahlreichen chinesischen Städten wie der Wirtschaftsmetropole Shenzhen. Als Reaktion darauf schlossen einige japanische Elektronikhersteller wie Canon und Panasonic vorübergehend ihre Fabriken und Geschäfte in China. Dagegen ließ China verlauten, dass es bereit sei, die Konsequenzen für einen eventuellen Handelskrieg gegen Japan zu tragen und kündigte Strafmaßnahmen gegen Importe aus Japan an.

Chinesische Fischerboote mit Kurs auf die Inseln

Derweil befindet sich eine Flotte chinesischer Fischerboote auf dem Weg zur Inselgruppe, um den Beginn der Fangsaison im Ostchinesischen Meer einzuläuten. Die Inseln umgeben reiche Fischgründe und sieht von wirtschaftlicher Bedeutung, da ein umfangreiches Gasvorkommen dort vermutet wird. Es bleibt abzuwarten, wie Japan auf diese Aktion reagieren wird. Mittlerweile schalteten sich auch die USA in die Streitigkeiten ein und mahnte beide Seiten zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Zurückhaltung.

Bild: Senkaku von ehnmark, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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