Welt-Risiko-Bericht 2012 zeigt gefährlichsten Orte der Welt auf

13. September 2012 - 12:06 - keine Kommentare

Verschwindende Südseeinseln, verheerende Überschwemmungen in Pakistan oder Tsunamis in Südostasien: Der Welt-Risiko-Bericht 2012 zeigt die von Naturkatastrophen gefährdeten Länder auf und vergleicht seine Kapazitäten, diese zu verhindern.

Tsunamis, Überschwemmungen und Erdbeben verbreiten Angst und Schrecken. Naturkatastrophen suchen die Menschheit in regelmäßigen Abständen heim und sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Jetzt haben Experten vom Bündnis „Entwicklung hilft“ zusammen mit der Bonner Universität der Vereinten Nationen einen Welt-Risiko-Bericht für das Jahr 2012 vorgelegt. Darin verglichen sie 173 Ländern miteinander und werteten die Folgen von Umweltzerstörungen aus. Laut dem Bericht traten allein im letzten Jahrzehnt weltweit 4130 Katastrophen auf, die mehr als eine Million Todesopfer forderten und erheblichen wirtschaftlichen Schaden in den betroffenen Gebieten mit sich brachten.

Arme Länder stärker betroffen

Da der Bericht auch die politische Rahmenbedingungen der einzelnen Staaten untersuchte, lässt sich zusammenfassend sagen, dass in gut organisierten und auf eventuelle Katastrophen vorbereiteten Ländern wie etwa Japan, die Auswirkungen bei weitem nicht so desaströs wie in weniger gut entwickelten Staaten ist. Oftmals sind gerade Krisengebieten dicht besiedelt, und da sind die Menschen von einer Katastrophe dann besonders betroffen. So liegen etwa die Niederlande zu einem Drittel unterhalb des Meeresspiegels und wären schon längst überflutet, wenn die Holländer ihr Land nicht durch Deiche schützen würden. Ebenso sind viele kleine Südseeinseln vom ansteigenden Meeresspiegel betroffen wie etwa das kleine Atoll Tuvalu, die allerdings nicht über die gleichen Mittel verfügen wie das reiche Industrieland in Europa. Die höchste Erhebung Tuvalus liegt zwischen drei und fünf Metern und man geht davon aus, dass die Insel in den kommenden fünfzig Jahren komplett von der Erde verschwunden sein wird. Auch die verheerende Auswirkung des Erdbebens in Haiti Anfang 2010 wurde mit dem Erdbeben in Neuseeland 2011 verglichen, die von der Stärke ungefähr gleich waren, jedoch in Haiti eine humanitäre Katastrophe mit hunderttausenden von Toten nach sich zog, von dem sich der Karibikstaat bis heute nicht erholt hat.

Klimawandel verstärkt Katastrophen

Der Bericht beschäftigte sich weiterhin mit den Auswirkungen des Klimawandels sowie die weltweite Umweltzerstörung. Weiterhin mahnten die Experten zu einem vernünftigen Umgang mit den Ökosystemen der Erde. Sollte die Zerstörung anhalten, wachse das Risiko für vermehrte Katastrophen. So begünstigt etwa die Abrodung der Wälder Hangrutsche in den Bergen und das Korallensterben lässt den natürlichen Küstenschutz der Ufer der Weltmeere verschwinden. Demnach sei ein sinnvoller Katastrophenschutz auch mit sinnvollem Umweltschutz verbunden und die Sachverständigen riefen die Politiker dazu auf, den Katastrophenschutz in ihre Entwicklungspolitik mit aufzunehmen.

Bild: Tsunami von DVIDSHUB, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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