Demonstranten stürmen US-Botschaft in Jemen

13. September 2012 - 12:14 - keine Kommentare

Bereits am Donnerstag wurden in Libyen und Ägypten gezielt amerikanische Botschaften angegriffen. Nun wurde auch in Jemen eine Vertretung von Demonstranten gestürmt. Auf beiden Seiten soll es Verletzte gegeben haben.

Hunderte Menschen haben in Jemen die US-Botschaft in der Hauptstadt Sanaa gezielt angegriffen. Zuvor demonstrierten sie gegen einen umstrittenen Mohammed-Film. Sicherheitskräfte hatten versucht die Menge aufzuhalten, doch die Demonstranten ließen sich nicht stoppen. Auf beiden Seiten soll es Verletzte gegeben haben, doch exakte Zahlen liegen noch nicht vor. Grund für die Proteste war ein US-Film, der den Prophet Mohammed verunglimpft. Zuvor kam es bereits in Libyen und Ägypten zu Ausschreitungen.

Weitere Angriffe in Kairo

Einen Tag zuvor versuchten Menschen in Ägypten erneut die US-Vertretung in Kairo anzugreifen. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, als die aufgebrachte Menge zum Botschaftsgebäude im Stadtteil Garden City vordringen wollte. Die Demonstranten antworteten wiederum mit Steinen auf die Maßnahmen der Polizei. Auslöser der Proteste im arabischen Raum ist ein in den USA produzierter Film, der den Prophet Mohammed als Trottel darstellt. Die ägyptische Muslimbruderschaft hat für den Freitag zu weiteren Protesten aufgerufen. Der Präsident des Landes, Mohammed Mursi, hat bisher noch keine Stellung zu den Aktivitäten im arabischen Raum bezogen.

Spekulationen um al-Qaida

Derweil wurden in den USA Spekulationen laut, die eine Verwicklung der Terrorgruppe al-Qaida bei den Anschlägen im libyschen Bengasi vermuten. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Abgeordnetenhaus, Mike Rogers, gab dies in einem Fernsehinterview bekannt Am elften Jahrestag der Anschläge vom elften September waren in der Nacht auf Mittwoch der Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner bei einer Attacke auf das Konsulat ums Leben gekommen. Die Amerikaner befürchten weitere Angriffe auf ihre Botschaften im gesamten arabischen Raum, solange der Anti-Islam-Film ausgestrahlt wird.

Bild: Demonstrationen im arabischen Raum von oxfamnovib, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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