Syrien: Folterungen und Hinrichtungen an der Tagesordnung

12. September 2012 - 07:56 - keine Kommentare

Der Konflikt in Syrien hat mittlerweile alle Grenzen des Menschenrechts überschritten. Waren bislang nur Greueltaten der syrischen Regierungstruppen dokumentiert worden, zeigt jetzt ein aktuelles Video bewaffnete Männer der Revolutionsgruppe mit 20 Leichen von Männern die scheinbar aus nächster Nähe mit gebundenen Händen erschossen wurden.

Erst vor wenigen Wochen hatten Barack Obama und Frankreichs Präsident Hollande ein militärisches Eingreifen angekündigt, wenn während des Konfliktes in Syrien biologische Waffen zum Einsatz kommen. Dieser durchaus legitime Grund für eine Intervention ist aber scheinbar der einzige, der bislang im Bürgerkrieg in Syrien noch nicht als Argument geliefert werden konnte. Ansonsten stehen Folter und Hinrichtungen auf der Tagesordnung, wie Berichte, Bilder und Videos eindeutlig belegen.

Syrien: Folterungen und Hinrichtungen an der Tagesordnung

Hatte man bislang nur den syrischen Regierungstruppen entsprechende Greueltaten nachweisen können, scheint die Dauer des Krieges ohne wirklich erkennbare Fortschritte nun auch die Rebellen die Grenzen überschreiten zu lassen. Ein Video der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter zeigt bewaffnete Männer neben rund 20 Leichen, die offensichtlich aus nächster Nähe erschossen wurden und dabei die Hände gefesselt hatten. Die bewaffneten Männer werden einer Brigade der Revolutionstruppen zugeordnet.

Viele Oppositionelle in Syrien haben diese Greueltat verurteilt, allerdings scheint auch sie nur ein Ausschnitt dessen zu sein, was wirklich Syrien geschieht.

Bild: Syrien von FreedomHouse, CC BY – bearbeitet von borlife.

 

 
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