Chinas Vizepräsident weiterhin spurlos verschwunden

11. September 2012 - 14:33 - keine Kommentare

Vor einer Woche bereits ist Chinas Vizepräsident Xi Jinping verschwunden, doch weiterhin fehlt von ihm jede Spur. Auch weitere Mitglieder der Machtelite fehlen. Nun wird vermutet, dass die Politiker Opfer eines Anschlags geworden sind.

Bereits am letzten Mittwoch sollte Xi Jinping Hillary Clinton, die Außenministerin der USA, treffen. Der Termin wurde jedoch abgesagt und auch das Gespräch mit der dänischen Ministerpräsidentin Helle-Thorning Schmidt fand nicht statt. Jeweils erst wenige Stunden vor den vereinbarten Aufeinandertreffen gab die chinesische Regierung diese Informationen bekannt.

Keine politischen Beweggründe

Aus Chinas Sicht war die ganze Prozedur jedoch kein Handeln gegen die USA und deren Außenministerin. Sie durfte sich mit dem Premier Wen Jiabao treffen, der mehr als einen gleichwertigen Ersatz darstellte. Ebenfalls vom Vizepräsident versetzt wurden dagegen der Premierminister Singapurs Lee Hsien Loong und die Vorsitzende des russischen Föderationsrates Walentina Matwijenko. All diese Gespräche wurden kurzfristig und grundlos abgesagt. Bisher kann lediglich spekuliert werden über die möglichen Gründe dieser sonderbaren Handlungen. Jinpings letzter öffentlicher Auftritt war jedenfalls am 1. September, als eine Rede zur Begrüßung des neuen Studienjahrgangs gehalten hatte. Nur wenige Tage zuvor traf er die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Peking.

Opfer eines Verkehrsunfalls?

Medien spekulierten erst, dass der chinesische Vizepräsident sich beim Sport verletzt haben soll, doch aktuellere Gerüchte aus Hongkong erzählen eine andere Geschichte. So soll Xi Jinping bei einem Verkehrsunfall verletzt worden sein und im Prominentenkrankenhaus in Peking derzeit liegen. Da auch der oberste Zentralkomitee-Kontrolleur für Parteidisziplin He Gouqiang Opfer eines Autounfalls gewesen sein soll, wird nun über einen Doppelanschlag im Reich der Mitte spekuliert. Fakt ist, dass zwei der neun Mitglieder der Inneren Führung Chinas seit fünf Tagen verschwunden sind und die Regierung sich weiterhin bedeckt hält. Auch Premierminister Wen Jiabao, der zuletzt auf mehreren Ansprachen sich mit dem schwächelnden EU-Raum, der Weltwirtschaftskrise und den innenpolitischen Problemen befasst hat, verliert derzeit kein Wort über seinen Vizepräsidenten. Somit gehen die Spekulationen weiter, während Xi Jinping spurlos verschwunden scheint.

Bild: Xi Jinping von Utenriksdept, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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