Spanien: Ministerpräsident Rajoy verwahrt sich gegen EU-Einmischung

11. September 2012 - 07:40 - keine Kommentare

Auch Spanien ist von der europäischen Wirtschaftskrise hart getroffen. Deshalb gibt es Überlegungen von Seiten des Mittelmeerlandes finanzielle Hilfe bei der EU zu suchen, allerdings soll dies ohne Einmischung in das vorgesehene Sparprogramm geschehen. Dies stellte Spaniens Ministerpräsident Rajoy bereits im Vorfeld eines möglichen Antrages klar.

Die Eurokrise spiegelt sich in Spanien vor allem in der hohen Arbeitslosigkeit im Lande wieder. Mit einer Quote von 24,5 liegt das Land auf der Iberischen Halbinsel noch vor Griechenland mit 22,3 Prozent. Allein diese Zahlen reichen aus, um die aktuelle wirtschaftliche Situation in Spanien zu dokumentieren. Im Gegensatz zu Griechenland aber hat Spanien noch nicht entschieden, ob man finanzielle Hilfe von Seiten der EU beantragen möchte.

Ministerpräsident Rajoy verwahrt sich gegen EU-Einmischung

Hintergrund ist die abschreckende Mitbestimmung der EU, sollten wirklich entsprechende Gelder fließen. In diesem Zusammenhang hat der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy sich gegen eine Einmischung der EU vor allem bei den geplanten Sparmaßnahmen verwahrt. Für ihn sei es unmöglich, dass dem Land Vorschriften gemacht werden, an welcher Stelle gespart werden muss.

Die Regierung selbst sieht im Abbau des Defizits durch Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen die höchste Priorität. Dazu sollen noch in diesem Jahr weitere Steuererhöhungen kommen. Hinsichtlich der Zukunft äußerte sich Rajoy optimistisch, dass man im kommenden Jahr den Fehlbetrag auf 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken wird.

Bild: Mariano Rajoy von Populares de Cantabria, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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