Arbeitslosenquote: Spanien weltweit Spitzenreiter bei den Arbeitslosenzahlen

10. September 2012 - 11:47 - keine Kommentare

Die Eurokrise sorgt nicht nur dafür, dass manche Länder nicht mehr ihre Schulden zahlen können, auch die Arbeitslosenquoten steigen, wenn die Volkswirtschaft in der Eurozone darniederliegt: Die Internationale Arbeitsorganisation hat für Spanien einen weltweiten Spitzenwert bei den Arbeitslosenzahlen ermittelt.

Spanien erreicht mit einer Arbeitslosenquote von 24,5 Prozent einen erschütternden Höchstwert: Die International Labour Organization (ILO) mit Hauptsitz in Genf hat in einer neuen Länderstatistik düstere Aussichten vor allem für junge Arbeitssuchende in Südeuropa festgestellt. Das ebenfalls massiv angeschlagene Griechenland folgt in der Liste der Länder mit der höchsten Arbeitslosigkeit mit einem Wert von 22,3 Prozent und die Quoten beider Eurostaaten sollen sich der Prognose nach auch in den kommenden Jahren nicht wesentlich ändern.

Spanien: Höchste Arbeitslosenquote weltweit

Für 2015 rechnet die ILO mit einer Arbeitslosenquote von 23,4 Prozent für Spanien, in Griechenland könnte zu diesem Zeitpunkt jeder Fünfte arbeitslos sein. Derzeit sind es in beiden Ländern die unter 24-jährigen, die einen besonders schweren Stand haben, denn in dieser Gruppe findet jeder Zweite keinen Job. Erstaunlich sei dabei, dass die afrikanischen Staaten, die bislang die Arbeitslosenlisten anführten, besser da stehen, als die südeuropäischen, und sich die Eurokrise mittlerweile auch auf weitere globale Arbeitsmärkte auswirken, so zum Beispiel in Asien und den spanisch und portugiesischsprachigen Ländern in Mittel- und Südamerika.

Der Statistik zufolge sind derzeit in der gesamten Eurozone rund 18 Millionen Menschen arbeitslos, die Quote hält sich bei  10,4 Prozent. Doch der Arbeitsmarkt wird auch weiterhin von den Auswirkungen der sich bereits im zweiten Jahr befindlichen Eurokrise betroffen sein. Ekkehard Ernst von der ILO sieht bei einem Ausstieg der Griechen aus der Eurozone für die deutschen Arbeitslosenzahlen einen Anstieg auf 9 Prozent bis 2015.

Eurokrise: Weitere Anstiege der Arbeitslosenzahlen erwartet

Die Bundesagentur für Arbeit hat derweil für Deutschland einen aktuellen Wert von 6,8 Prozent ermittelt – etwa 2,9 Millionen Arbeitssuchende. Vorstandsvorsitzender Frank-Jürgen Weise sieht leichte Verbesserungen in nächster Zeit, sowohl für die Arbeitslosenzahlen als auch bei der Beschäftigung, gibt jedoch zu bedenken, dass im Winter die Werte wieder steigen könnten. Prinzipiell sieht er jedoch die aktuelle Arbeitslosenquote als stabil an.

Bild:Spanien von SubtlePanda, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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