Portugal beschließt weitere Sparmaßnahmen

8. September 2012 - 07:39 - keine Kommentare

Abseits der ganz großen Krisenherde in Europa gehört auch Portugal zu den Problemkindern der EU. Als ärmstes Land Westeuropas hat Portugal vor allem mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen, aus der fehlende Steuereinnahmen resultieren. Neue Sparmaßnahmen sollen das Land aber wieder auf Kurs bringen.

Natürlich beherrscht eine mögliche Pleite Griechenlands vor allem die Schlagzeilen in Europa, aber auch im Schatten des südeuropäischen Staates kämpfen andere Nationen um das finanzielle Überleben. Spanien, Italien und vor allem Portugal haben erheblich mit der Rezession in der Euro-Zone zu kämpfen, die ihre wirtschaftlichen Probleme noch einmal verstärken. In Portugal macht der Regierung in erster Linie die Arbeitslosigkeit in Höhe von 15,7 Prozent zu schaffen, die man nun mit gezielten Maßnahmen bekämpfen möchte.

Portugal beschließt weitere Sparmaßnahmen

Dazu werden die Arbeitgeber in Zukunft deutlich entlastet. Die Abgaben zur Sozialversicherung werden von 23,75 auf 18 Prozent gesenkt, im Gegenzug müssen die Portugiesen selbst aber den Gürtel enger schnallen. Mit der Erhöhung der Sozialversicherungsabgabe der Arbeitnehmer von 11 auf 18 Prozent wird die finanzielle Entlastung der Arbeitgeber ebenso finanziert wie mit der Streichung des 13. und 14. Monatsgehalts für Rentner des privaten Sektors und des öffentlichen Dienstes.

Die Sparmaßnahmen sind auch notwendig geworden, um weitere Unterstützung von Seiten der EU zu erhalten. Die Freigabe von 4,3 Milliarden an Hilfsmitteln kann nur mit der Durchsetzung weiterer Sparmaßnahmen erfolgen.

Bild: Pedro Passos Coelho von Ordem Tecnicos Contas, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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