BMW verzeichnet Absatzrekord

7. September 2012 - 15:50 - keine Kommentare

Die Euro-Krise führte weltweit zu sinkenden Absatzzahlen in der Automobilbranche. Selbst in Deutschland mussten mehrere Marken zuletzt ein Minus registrieren, doch ein bayerischer Hersteller trotzt dieser Entwicklung. BMW glänzt mit einem Absatzplus und verweist sogar den Konkurrenten Daimler in die Schranken.

Die globale Konjunkturabkühlung, besonders bei Massenwaren, hält weiterhin an. Doch der bayerische Automobilhersteller BMW scheint von dieser Tendenz ausgeschlossen zu sein, denn im August konnte das Unternehmen neue Rekorde aufstellen. Besonders im asiatischen Raum erfreut sich die Marke großer Beliebtheit.

BMW glänzt in Asien

Insgesamt stieg der Absatz um 9,7 Prozent auf 121.615 Wagen. Im Vergleich zum Juli steigerten sich die Münchner deutlich und konnten so den Konkurrenten Daimler deutlich hinter sich lassen. Das größte Plus verzeichneten die Münchner dabei in Asien, wo ein Absatzplus von knapp 30 Prozent verbucht werden konnte. Während in den USA die Verkaufszahlen leicht rückläufig waren, konnte BMW im von der Krise geplagten Europa ein plus von etwa fünf Prozent einfahren. Lediglich in den Ländern Südeuropas, die derzeit am Stärksten mit der hohen Verschuldung zu kämpfen haben, bleibt die Lage schwierig. Das Unternehmen geht jedoch trotzdem davon aus, dass die derzeit aussichtsvolle Tendenz anhalten wird. „Wir rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer positiven Absatzentwicklung“, teilte Vertriebsvorstand Ian Robertson mit. Somit sind die Münchner auf dem besten Weg ihre bisherige Rekordmarke, im Jahr 2011 wurden 1,67 Millionen Fahrzeugen innerhalb von 12 Monaten verkauft, zu übertreffen.

Krisengewinner Luxusautos

BMW profitiert dabei auch von einer Entwicklung, die mit Beginn der Euro-Krise auffällig geworden ist. Während bei der Massenware oft ein Einbruch in den Verkaufszahlen zu verzeichnen ist, scheinen Premium-Anbieter besser mit der derzeit schweren Situation umgehen zu können. Bei Daimler konnten besonders die Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart für positive Absatzzahlen sorgen. Die Stuttgarter scheinen in den USA etwas stärker als BMW zu sein, können dafür aber in Deutschland mit dem Konkurrenten aus der bayerischen Landeshauptstadt nicht mithalten. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Unternehmen liegt aber in den Absatzzahlen in Asien, da Daimler hier nur ein geringes Plus von drei Prozent erzielen konnte. Sowohl BMW als auch Daimler scheinen eher Krisengewinner darzustellen, während auf Europa fokussierte Anbieter wie Opel oder PSA Peugeot Citroen mit heftigen Absatzeinbußen kämpfen. Selbst Volkswagen, die sonst erfolgsverwöhnt im Vergleich zur Konkurrenz sind, musste die Absatzplanung leicht senken. Dagegen scheint die Krise in Stuttgart und München keinen Halt zu machen.

Bild: BMW von Herb Real, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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