Abwrackprämie für Fahrräder

6. September 2012 - 13:16 - keine Kommentare

Die Grünen wollen das Radfahren attraktiver gestalten und haben eine Abwrackprämie für Altfahrräder vorgeschlagen, um die Verkehrssicherheit und die Anzahl der Radfahrer in Deutschland zu erhöhen.

Wir erinnern uns noch an die staatliche Abwrackprämie für Autos vor ein paar Jahren. Ursprünglich wurde sie eingeführt, um die Autoindustrie zu unterstützen. Jeder Autofahrer, der sein altes Fahrzeug verschrotten ließ und dann ein neues kaufte, erhielt damals 2500 Euro vom Staat geschenkt. Die Grünen halten dieselbe Idee auch für Fahrräder sinnvoll, um das Radfahren in Deutschland attraktiver zu gestalten. Sie denken dabei an die Einmalzahlung von 50 Euro für ausrangierte Fahrräder. Dabei soll der Kaufzuschuss an die Bindung von regionalen Fachhändlern gebunden sein. Will heißen, dass die neuen Fahrräder bei Händlern der Region eingekauft werden sollen, um die regionale Wirtschaft zu stärken. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Grünen eine Abwrackprämie einfordern. Zuletzt heizten sie die Debatte an, alte Haushaltsgeräte abzuwracken.

Steigerung des Radfahranteil

Einige Abgeordnete der SPD begrüßen diese Idee, doch das Verkehrsministerium ist der Ansicht, dass es genügend Radfahrer in Deutschland gibt und es unnötig sei, durch Prämien das Fahrradfahren attraktiver zu gestalten. Laut einem Radverkehrsplan, den das Bundeskabinett gestern beschlossen hat, steige die Zahl der Radfahrer stetig an und soll bis zum Jahr 2020 auf 16 Prozent in den Städten und 13 Prozent auf dem Land klettern. Im neuen Verkehrsplan sollen auch sogenannte Kampfradler verstärkt zur Kasse gebeten werden, wenn sie durch rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr auffallen.

Bild: Fahrräder von Tobias Mandt, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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