Bomben-Sprengung in München: Blindgänger erfolgreich beseitigt

29. August 2012 - 12:01 - keine Kommentare

Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg musste in München-Schwabing am Dienstagabend gesprengt werden. Der 250 Kilogramm Blindgänger konnte am vorigen Tag nicht entschärft werden. Die Sprengung zerstörte etliche Fenster und setzte Dachstühle in Brand, mehrere tausend Anwohner mussten evakuiert werden.

Am Dienstagabend wurde München-Schwabing von der Detonation eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg erschüttert: Beim Bau eines neuen Apartment-Komplexes wurde die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt, deren außergewöhnlicher, chemisch-mechanischer Zünder entgegen der ersten Einschätzung nicht entschärft werden konnte, so dass es zu der kontrollierten Sprengung kam. Trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen wurden dennoch einige Häuser leicht beschädigt.

München-Schwabing: Fliegerbombe setzt Dachstühle in Brand

Die Absperrungen rund um die Baugrube am Ort der ehemaligen Kultkneipe „Schwabinger 7“ wurden im Umkreis von einem Kilometer erweitert und schlossen neben Straßenzügen auch U-Bahnhöfe und -linien mit ein. Etwa 2.500 Anwohner mussten in der Nacht vom Montag zum Dienstag evakuiert werden, da die Bombe jederzeit hätte explodieren können. Die gezielte Detonation wurde jedoch am folgenden Tag etlicher Male verzögert, da Autos abgeschleppt werden mussten und die Absicherung des Gefahrenbereichs sich ausführlich gestaltete.

10.000 Sandsäcke wurden um die Fliegerbombe herum aufgestellt, sowie Strohballen, die durch die Sprengung Feuer fingen und auf die Dächer der umliegenden Häuser geschleudert wurden. Dadurch kam es zu kleineren Brandherden, die von der Feuerwehr jedoch schnell gelöscht wurden und die Häuser nur geringfügig beschädigten. Dafür gingen so gut wie alle Fenster in der gewaltigen, kilometerweit hör- und sichtbaren Explosion zu Bruch.

Bomben-Blindgänger: Evakuierung von 2.500 Anwohnern

Der seltene Zündmechanismus der 250 Kilogramm Bombe bestand aus einer mit Aceton gefüllten Glasampulle, einem sogenannten Langzeitzünder. Diese Bombenart war im Zweiten Weltkrieg für ihre Fehleranfälligkeit bekannt und entsprechend finden sich noch immer etliche Blindgänger, die dann gesprengt werden müssen, wie diejenige in München-Schwabing.

Die Evakuierungszone wurde mittlerweile verkleinert und die Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren.

Bild:München von ines saraiva, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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