Apple vs. Samsung: Verbot von Smartphones beantragt

28. August 2012 - 10:50 - keine Kommentare

Apple sieht durch Samsung seine Patentrechte verletzt und hat dies vor Gericht nun durchsetzen können. Die Geschworenen hatten am Wochenende der Klage des Computerunternehmens aus Cupertino entsprochen, nach der die Designmuster vom südkoreanischen Konkurrenten sich zu sehr an den iPhone-Produkten orientierten.

Innerhalb von lediglich drei Verhandlungstagen waren die Geschworenen im Patentstreit zwischen Apple und Samsung in Kalifornien zu dem Schluss gekommen, dass sich das Elektronikunternehmen aus Südkorea tatsächlich bei etlichen ihrer Smartphones an entscheidenden Produktmerkmalen des Marktführers und dessen iPhone-Serie bedient hätte. Die Bestätigung des Urteils und seiner zwanzig-seitigen Ausführung wird durch die Richterin erst in einigen Wochen erwartet, doch schon jetzt hat Apple das Verbot von acht Samsung-Smartphones beantragt.

Apple Patentstreit: Verbot von Samsung Smartphones

Zu den Samsung Geräten, die Apple gerne vom Markt verschwinden sehen würde, gehören auch vier Galaxy S2-Versionen, einer der größten Verkaufserfolge für die südkoreanische Konkurrenz. Weitere betroffene Produkte fallen jedoch aufgrund der lang andauernden Klage und des schnelllebigen Markts nunmehr nicht mehr sonderlich ins Gewicht. Allein das Tablet Galaxy Tab 10.1 wurde von den Geschworenen nicht mit in die Entscheidung aufgenommen. Samsung will nun dafür sorgen, dass der verhängte Verkaufsstopp aufgehoben wird.

Während Samsung die Geschworenen-Entscheidung als schlimmst-möglichen Ausgang bezeichnete, zeigt sich der Konzern in einem Schreiben an die Mitarbeiter jedoch kämpferisch. Hierin werden sie versichert, dass letztlich die Kunden der Smartphones entscheiden würden und sich Apple selbst ins Aus gedrängt hätte, wie es häufig geschehe, wenn ein Unternehmen mit einer Klage gegen die Konkurrenz wende.

Apple-Chef Tim Cook hatte derweil schon kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung seinen Mitarbeitern das Ergebnis mitgeteilt und betont, dass es die Originalität der Produkte sei, für die das Unternehmen und alle daran Beteiligten stünden, und dass man nicht hart gearbeitet hätte, um diese dann als Plagiat zu sehen.

Apple feiert Sieg, Samsung zeigt sich kämpferisch

Bereits seit über einem Jahr versucht Apple die Konkurrenzprodukte von Samsung mit Klagen vom Markt zu drängen. In Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Südkorea selbst wurden bereits Prozesse mit unterschiedlichem Ausgang geführt. Die Schadenssumme im kalifornischen Urteil soll mit 1,05 Milliarden US-Dollar beziffert werden, nachdem sie Richterin Lucy Koh um 2,4 Millionen herabsetzte.

Apples Aktien stiegen im Zuge der Entscheidung der Geschworenen am nächsten Börsentag um drei Punkte, während Samsungs Kurs um acht Punkte fiel – was einem Börsenwertrückgang von 10 Milliarden Euro entspricht.

Bild:Samsung von 3 Sverige, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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