Strompreise steigen erneut um ein Drittel

27. August 2012 - 11:12 - keine Kommentare

Ein weiteres Mal gilt eine Kostenexplosion im Bereich der Energieversorgung in Deutschland als wahrscheinlich. Die Konzerne gehen von einem Preisanstieg um etwa 30 Prozent im Bereich der Stromkosten aus. Dieser Vorgang, der aufgrund der Energiewende wohl nötig wird, soll bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein.

Abermals steht die Energiewende im Mittelpunkt der politischen Debatten in Deutschland. In diesem Fall geht es um steigende Strompreise, die die Konzerne Vattenfall und RWE in den nächsten Jahren für nötig ansehen. Dabei betonte man im Lager von RWE besonders, dass es die Energiewende nicht zum Nulltarif geben würde.

Steigende Kosten in allen Bereichen

Schuld an der zu erwartenden Entwicklung seien die steigenden Kosten im gesamten Bereich der Energieversorgung. Zum Einen müsse man die kostspieligen Investitionen beim Ausbau des Stromleitungsnetzes bedenken, doch auch die fossilen Energieträger wie Kohle steigen im Preis. Hinzu kommt die Förderung der Erneuerbaren Energien, die ebenfalls für progressive Ausgaben sorgt. All diese Faktoren lassen natürlich auch den Strompreis in die Höhe schießen.

Staat kassiert große Anteile

Die Behauptung, die Energieriesen würden zu viel für den Strom derzeit verlangen, wurden nun vehement zurückgewiesen. Viel mehr müssten die Stromkonzerne die steigenden staatlichen Abgaben und Umlagen auffangen. So würde etwa die Hälfte des Strompreises alleine auf das Konto des deutschen Staates gehen. Die Energiewirtschaft dagegen sei nur noch für ein Viertel des Strompreises verantwortlich.

Anhaltender Anstieg des Strompreises bis 2020

Tatsache ist, dass die Einwohner Deutschlands sich auf steigende Kosten des Strompreises in den nächsten Jahren gefasst machen müssen. Genaue Vorhersagen sind zwar sehr schwierig, doch mit einem Anstieg innerhalb der nächsten 8 Jahre von mindestens 25 Prozent ist zu rechnen. Der Grund für den derzeitigen Pessimismus ist die Energiewende, die wohl länger dauern wird als geplant und zudem deutlich kostspieliger werden könnte. So gibt es zum Beispiel bei einigen Großprojekten Verzögerungen, da zum Beispiel der Anschluss von Windparks auf hoher See sich bisher als schwierig gestaltet. Engpässe bei der Stromversorgung gelten dagegen weiterhin als unwahrscheinlich und können nahezu ausgeschlossen werden. Die Kosten von 150 Milliarden Euro, die für die Energiewende nötig werden, muss jedoch zum größten Teil das deutsche Volk auffangen.

Bild: Steigender Strompreis von Peter Kaminski, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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