Ex-Präsident Wulff: Haushaltsplan enthüllt Ehrensold-Erhöhung

21. August 2012 - 13:52 - keine Kommentare

Der Ehrensold für Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff, sowie für alle weiteren ehemaligen Amtsinhaber, wird im Zuge der Erhöhungen der Bezüge für den aktuellen Präsidenten Joachim Gauck ebenfalls um 18.000 Euro erhöht, wie aus dem Haushaltsplan 2013 hervorgeht, der der „Bild“-Zeitung vorliegt.

Der Haushaltsplan für das kommende Jahr sieht eine Erhöhung der Bezüge des Bundespräsidenten Joachim Gauck vor – wovon der aus dem Amt geschiedene Christian Wulff ebenfalls profitiert. Denn seine Bezüge steigern sich um 18.000 Euro: Alle ehemaligen Bundespräsidenten erhalten anstelle einer Pension den sogenannten Ehrensold in gleicher Höhe der Bezüge des aktuellen Amtsinhabers. Was im Falle anderer Ex-Bundespräsidenten weder verwundert noch beunruhigt, schlägt nach Wulffs Kreditaffäre auch bei Abgeordneten nun in Empörung um.

18.000 Euro mehr Ehrensold für Wulff

Im von der „Bild“-Zeitung zitierten Haushaltsplan 2013 heißt es, die Bezüge des Bundespräsidenten stiegen von 199.000 auf 217.000 Euro pro Jahr und ergo auch für die Ex-Präsidenten als Versorgungsempfänger wie Christian Wulff. Jedoch ist das nicht die einzige Bezugserhöhung, über die sich der ehemalig erste Mann im Staat freuen kann, denn auch Beamten wurde das Gehalt erhöht und auf Minister und Kanzler ebenfalls angewandt, während der Präsident zehn Neuntel der Bezüge der Kanzlerin bekommt.

Christian Wulff bekam also im Januar 2012 schon einmal 2,44 Prozent als Weihnachtsgeldausgleich und ab März 3,3 Prozent im Einklang mit dem Kanzlergehalt/Bundespräsidentengehalt und in Auswirkung auf ehemalige Staatsoberhäupter. Ab Januar 2013 und nochmals im August werden die Bezüge noch einmal um je 1,2 Prozent angehoben.

Ex-Bundespräsident bekommt mehrere Gehaltserhöhungen

Der Alt-Präsident befindet sich nach wie vor inmitten der Affäre um Privatkredite, Vorteilsannahme und die versuchte Beeinflussung der Presse, die ihm von den Medien mehr als übel genommen wurde, wie auch an Christian Wulffs wechselhafter Beziehung zur „Bild“-Zeitung gesehen werden kann. Die Ehrensold-Erhöhung nun bringt nun die Kritik von Politikern, wie dem Bundestags-Haushaltsexperten Jürgen Koppelin (FDP) hervor. Koppelin forderte all diejenigen Kolleginnen und Kollegen auf, die ebenfalls von der Erhöhung profitieren, auf die Beträge zu verzichten.

Bild:Christian Wulff von dilmarousseff, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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