Gamescom 2012: Spielemesse setzt neue Maßstäbe

21. August 2012 - 10:43 - keine Kommentare

Die größte Spielemesse Europas war trotz des tropischen Wetters an diesem Wochenende ein erneuter Publikumsmagnet. 275.000 Menschen besuchten dabei innerhalb von fünf Tagen die Hallen der Koelnmesse und begutachteten die Produktneuheiten von mehr als 600 Ausstellern.

Während die Marktführer Nintendo und Microsoft der Domstadt an diesem Wochenende fernblieben, stellte Electronic Arts sein neues Konzept vor. Free-to-Play-Modell nennt es sich und kann im Idealfall für den Kunden kostenlos sein. Um mit seinen Kontrahenten, die in der Lage sind sich käuflich bestimmte Vorteile im Spiel zu ergattern, jedoch mithalten zu können, muss er deutlich mehr Zeit und Anstrengungen investieren. Auf diesem Weg soll der Kunde geködert werden. Angesichts dieser Begebenheit nennt man dieses Konzept in Fachkreisen auch das Pay-to-Win-Modell.

Konsolenbereich im Sinkflug

Negativ stellt sich im Moment die Entwicklung auf dem Markt für den Konsolenbereich dar. Zwar stiegen die Durchschnittspreise um 1,3 Prozent an, doch gleichzeitig erwirtschafteten die Spielehersteller 7 Prozent weniger Umsatz. Der Grund für diesen Fortgang liegt in den veralteten Grafikchips von Playstation, Xbox und Wii. Da die PC-Grafikkarten deutlich moderner sind und darüber hinaus öfter überarbeitet werden, erstarkt das PC-Segment derzeit wieder. Im letzten Jahr gab es dort ein Umsatzplus von 5,3 Prozent zu verzeichnen. Umso überraschender ist es, dass eine neue Generation der in die Jahre gekommenen Spielekonsolen immer noch nicht angekündigt ist.

Fifa 13 enttäuscht, Dishonored Geheimtipp

Unter den vielen vorgestellten Spielen stachen einige Neuheiten wieder besonders hervor. Dishonored überraschte dabei trotz eines hohen Gewaltgrads sehr positiv, da der Ego-Shooter von einer hohen spielerischen Freiheit, spannenden Gefechten und einem einzigartigen Stil geprägt ist. Im ewigen Duell zwischen den Fußballsimulationen Fifa und PES konnten die beiden neuen Teile nicht vollends überzeugen. Im Hause von Electronic Arts versuchte man durch eine erschwerte Ballannahme mehr Realismus in das Spiel zu injizieren. Darunter leiden musste allerdings die Spielgeschwindigkeit und auf weitere Neuerungen wartete man vergebens. PES konnte den Rückstand auf den Kontrahenten zwar verringern, da das Spiel insgesamt realistischer wirkt. Doch die altbekannten Probleme bei Konami bleiben bestehen, denn weiterhin fehlen ein Großteil der Lizenzen, unter anderem auch in der Bundesliga. Einen klaren Gewinner gab es somit in diesem Zweikampf nicht.

Fachbesucherrekord aufgestellt

Während der Besucherrekord des vergangenen Jahres nur eingestellt werden konnte, blieb die Zahl der Fachbesucher weiterhin steigend. Von den 275.000 Menschen, die die Messe besuchten, wurden 24.500 Fachbesucher gezählt. Dies stellt eine Steigerung von über 3000 Menschen mit Kompetenzen in der Spieldomäne dar. Auch im Bereich der Aussteller und Premieren gab es deutliche Steigerungen zu verzeichnen. Somit hat die Gamescom sich im vierten Jahr, in der die Messe in Köln stattfindet, weiterhin etabliert.

Bild:Gamescom von *** Harold R ***, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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