Steuereinnahmen steigen bei Bund und Länder

20. August 2012 - 11:25 - keine Kommentare

Das Finanzministerium hat in seinem Bericht für den Monat Juli erhöhte Einnahmen durch Steuern festgestellt: 8,6 Prozent mehr als im Juli 2011 wurde im gleichen Monat dieses Jahres vor allem aus Lohnsteuereinnahmen für Bund und Länder erwirtschaftet.

Mit etwas weniger als neun Prozent mehr Steuereinnahmen im Juli 2012 steht die Bilanz des Finanzministeriums besser da als im Juli 2011. Etwa 43 Millionen Euro wurden ohne die Gemeindesteuern eingenommen, wie aus dem Monatsbericht August „Steuereinnahmen von Bund und Ländern im Juli 2012“ hervorgeht. Die gemeinschaftlichen Steuern hatten hieran einen Anteil von 11,3, die Ländersteuern von 16,6 Prozent. Die Bundessteuern lagen allerdings um 1,7 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Lohnsteuer und Umsatzsteuer sorgen für erhöhtes Steueraufkommen

Der Löwenanteil am erhöhten Steueraufkommen wird den Lohnsteuereinnahmen zugeschrieben, da sowohl die Anzahl der Beschäftigten als auch deren Einkommen einen Zuwachs verbuchen konnten. Die Prognosen für die restlichen Monate des Jahres sehen diese Entwicklung als stabil an. Ebenso entfallen auf die Umsatzsteuer höhere Summen, wenn die fast 16 Milliarden Einnahmen lediglich eine Steigerung um 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat ausmachen.

Unter Berücksichtigung des nur wenig ansteigenden Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal 2012, lässt sich auch das Eurokrisen-bedingte, schwindende Interesse der Eurostaaten an in Deutschland produzierten Industriewaren für Prognosen heranziehen: Wenn die angeschlagenen Mitglieder der Eurozonen nicht genügend Waren aus Deutschland ankaufen, sinkt entsprechend die Produktion und auch die Beschäftigung, womit auch die staatlichen Einnahmen abnehmen.

Aussichten für Steuern und Wirtschaft verhalten positiv

Bei geplanten Ausgaben im Jahr 2013 von 302,2 Milliarden Euro (etwas mehr als 10 Milliarden weniger als im laufenden Jahr), kann jedoch auch das aktuelle Gesamtsteueraufkommen zwischen Januar und Juli von 311 Milliarden nicht zusätzlich die Staatsverschuldung auffangen. Politiker der Opposition aus SPD und Grünen plädieren daher seit einiger Zeit bereits auf eine Spitzensteuersatzerhöhung und selbst Peter Weiß, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU im Bundestag, kann sich eine Erhöhung von 42 auf 45 Prozent bei Jahreseinkommen von mehr als 52.882 Euro vorstellen. Derzeit werden 45 Prozent erst ab 250.730 Euro berechnet.

Bild:Steuereinnahmen von wfabry, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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