Griechenland: Drittes Hilfspaket von Finanzminister Schäuble abgelehnt

20. August 2012 - 07:10 - keine Kommentare

In der dieser Woche wird der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras in Berlin zu Gast zu sein und für weitere Auszahlungen beziehungsweise mehr Zeit für die Umsetzung der Reformen in seinem Land werben wollen. Allerdings wird er in Deutschland auf scharfe Kritiker stoßen wie Finanzminister Schäuble, der ein weiteres Hilfspaket für Griechenland strikt ablehnt.

Die negativen Schlagzeilen um Griechenland wollen einfach nicht abreißen. Derzeit die Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF)  die aktuelle wirtschaftliche Lage in dem südeuropäischen Land und schon zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich festhalten, dass das zweite Hilfspaket keinesfalls ausreichen wird. In den kommenden zwei Jahren wird laut einem Bericht des “Spiegels” durch Rezession und Rückschlägen bei Privatisierungen eine wesentlich höhere Finanzierungslücke entstehen, als zunächt im Vorfeld angenommen. Das vermeintliche Horrorszenario vom Verlassen Griechenlands der Währungsunion nimmt längst Gestalt an und wird im Hintergrund vorbereitet.

Drittes Hilfspaket von Finanzminister Schäuble abgelehnt

In dieser Woche wird der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentreffen. Ziel der Gespräche ist für weitere finanzielle Hilfe und vor allem für mehr Zeit für die Umsetzung der Reformen in Griechenland zu werben. Beide Vorhaben werden hierzulande kategorisch abgelehnt. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wendet sich strikt gegen ein drittes Hilfspaket für Griechenland und erhält Unterstützung vor allem aus der Union. Michael Fuchs (CDU), stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsfraktion, sieht in einem Interview mit der “Welt” keinen Raum mehr für etwaige Unterstützung, wenn entsprechende Vereinbarungen nicht eingehalten werden.

Lediglich die SPD fordert, dass es mit dem Bericht der Troika erst eine vernünftige Entscheidungsgrundlage geben muss, ehe man über mögliche Konsequenzen diskutiert.

Bild:Finanzminister Schäuble von World Economic Forum, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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