UFA Filmnächte: Open Air Kino in Berlin

18. August 2012 - 10:32 - keine Kommentare

Die UFA Filmnächte auf dem Schinkelplatz widmen sich als besonderes Open Air Kino in Berlin an drei Tagen im August dem Erbe der großen deutschen Filmgesellschaft und den cinematographischen Denkmälern, die sie in den 1920ern der Hauptstadt errichtet hat.

Als eine der größten und erfolgreichsten Filmgesellschaften in Europa hat die UFA das Kino der Weimarer Republik maßgeblich mitbestimmt und etliche Klassiker des deutschen Films ins Leben gerufen. Die UFA Filmnächte auf dem Schinkelplatz in Berlin-Mitte ehren nun Produktionsgesellschaft und Stadt gleichermaßen, wenn dort vom 16ten bis zum 18ten August 2012 drei Berlin-Betrachtungen der Endzwanziger und eine moderne Neuauflage als Open Air Kino-Event zu sehen sein werden.

UFA Filmnächte: Fimklassiker mit Live-Musik

Die UFA wurde 1917 gegründet und konnte sich als eine der stärksten Filmgesellschaften der jungen Republik etablieren. Unter der Herrschaft der Nazis wurde sie zum Propaganda-Werkzeug und seit 1964 gehört sie dem Bertelsmann-Konzern – besonders das spannende und oftmals hektische Berlin der 1920er nimmt einen großen Stellenwert in ihrer fast hundertjährigen Geschichte ein, wie auch die Auswahl bei den UFA Filmnächten beweist.

Am 16ten beginnt das Open Air Festival mit dem Berlin-Klassiker schlechthin: Walter Ruttmanns „Berlin – Die Sinfonie einer Großstadt“ aus dem Jahr 1927 zeigt einen Tag in der Metropole, das Neue Kammerorchester Potsdam wird den Stummfilm live untermalen. Im Anschluss wird es auch die Neuauflage von Thomas Schadt aus dem Jahr 2002 geben, „Berlin: Sinfonie einer Großstadt“, in dem der Grimme-Preisträger seine Sicht auf die Stadt unter Berufung auf Ruttmann 75 Jahre später präsentiert.

Open Air Kino in Berlin auf dem Schinkelplatz

Der zweite Abend, der 17te August, nimmt ein Genre auf, das in der Weimarer Republik populär war: „Asphalt“ gehörte zu den Straßenfilmen, in denen die dunkle Schattenseite der Großstadt thematisiert wurde. Regisseur Joe May jedoch wählt für seinen Film aus dem Jahr 1929, für den der Potsdamer Platz und der Kurfürstendamm im Studio nachgebaut wurden, einen positiveren Ansatz. „Trioglyzerin“ begleitet die Filmvorführung.

Zum Abschluss wird am 18ten Fritz Langs „Spione“ (1928) aufgeführt: Der letzte Stummfilm des meisterhaften Regisseurs von „M – eine Stadt sucht einen Mörder“, „Dr. Mabuse, der Spieler“ und „Metropolis“ nimmt in gewisser Hinsicht die Faszination der späteren Agentenfilme vorweg. Neil Brand wird am Piano die beeindruckenden Bilder unterstützen.

Alle Vorführungen bei den UFA Filmächten auf dem Schinkelplatz beginnen um 20.30 Uhr, Einlass ist 19.30 Uhr.

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: UFA Filmnächte: Open Air Kino in Berlin

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!