Finnland: Skepsis gegenüber der Eurozone wächst

16. August 2012 - 11:09 - keine Kommentare

Im Gegensatz zu den skandinavischen Nachbarn hat sich Finnland einst entschieden der Euro-Zone beizutreten und hat davon erheblich profitiert. Derzeit bildet das Land gemeinsam mit Deutschland den Anker den Gemeinschaft, aber die Skepsis in Finnland wächst zunehmend.

Finnland gilt ebenso wie Deutschland derzeit als Musterschüler in der Euro-Zone. Eine moderate Arbeitslosigkeit, ein niederiger Schuldenstand und wachsender politischer Einfluss in Europa sind positive Faktoren, die selten auf dem Kontinent geworden sind. Grundlage dieser ausgezeichneten Wirtschaftsdaten war sicherlich auch der Beitritt zur Euro-Zone gewesen, in der sich dem skandinavischen Land vollkommen neue Märkte geöffnet haben und Investoren hier eine solide Anlage sahen.

Finnland: Skepsis gegenüber der Eurozone wächst

Mittlerweile hat sich die Meinung in Finnland etwas gewandelt. Ebenso wie in Deutschland drückt die europäische Wirtschaftskrise mit aller Gewalt auf die eigene Wirtschaftskraft, während die Nachbarn Schweden, Norwegen und Dänemark ein höheres Wachstum und eine Stärkung der eigenen Währung gegenüber dem Euro zu verzeichnen haben. Die hohe Anzahl der Rettungsschirme belastet Finnland, auch wenn man sich öffentlich noch zurückhält. Aktuell möchte man gemeinsam Lösungen finden, nicht umsonst ist der politische Einfluss gewachsen.

Dennoch wächst der innenpolitische Druck in Finnland. Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen im eigenen Land sind nicht sonderlich populär, wenn ein Großteil des Kapitals ins Ausland fließt. Mittlerweile würden ein Großteil der Finnen einen Ausscheiden Griechenlands begrüßen und auch die Zahl jener, die auf den Euro verzichten wollen, wächst.

Bild:Finnland von Iago Laz, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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