Australische Regierung geht gegen Tabakwerbung vor

15. August 2012 - 12:43 - keine Kommentare

Australien hat seine starken Auflagen durchgesetzt und bereits ab Ende diesen Jahres dürfen Zigarettenhersteller ihre Logos nur noch in Kleinformat auf die Zigarettenschachteln drucken. Schreckensbilder von verfaulten Zähnen und anderen Konsequenzen langjährigen Nikotinmißbrauchs sollen großflächig die Schachteln einhüllen.

Waren bisher die kleinen unangenehmen Bilder von verfaulten Füßen oder sterbenden Menschen nur klein auf den Schachteln abgedruckt, will die australische Regierung nun ein Einheitsdesign der Zigarettenpackungen durchsetzen. Dabei sollen die Schachteln einen olivfarbenes Einheitslook erhalten, auf denen in Großformat die Bilder aufgedruckt sind. Das Markenzeichen des jeweiligen Hersteller darf nur noch kleingedruckt an der Seite erscheinen.

Klage der Tabakindustrie zurückgewiesen

Die Tabakindustrie hat lange Zeit vehement gegen diesen Schritt geklagt und argumentiert, dass die Regierung somit den Wert ihrer Logos zerstören würde. Heute wiesen die Richter diesen Vorwurf zurück und schließen sich der eindringlichen Gesundheitswarnung an. Andere Länder wie Großbritannien und Kanada erwägen ähnlich drastische Schritte.

Negative Assoziationen sollen mit dem rauchen verbunden werden

Die australische Regierung hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um gegen das Rauchen zu kämpfen. Sie setzt auf die abschreckende Wirkung der Bilder, die sich in das Gedächtnis brennen sollen, um die Glimmstengel demnach so unattraktiv wie möglich zu machen und Menschen abzuschrecken. Krankenkassen und das Gesundheitsministerium begrüßen diesen Vorstoß im Kampf gegen die heimtückischen Krankheiten, die das Rauchen auslösen kann.

Bild: Zigarettenschachtel von C. Kellner, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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