Glasfaser-Kabelanschluss: Deutsche Telekom plant Netzausbau

14. August 2012 - 11:52 - keine Kommentare

Die Deutsche Telekom sieht ihre Zukunft im Ausbau des Glasfaser-Kabelanschlusses für Internet, Fernsehen und Telefonie. Das Projekt wurde bereits 2011 angekündigt, nun soll es in zwölf Städten verwirklicht werden und Bandbreiten von 200 Megabit ermöglichen.

Glasfaserkabel haben verschiedene Vorteile gegenüber den bislang üblichen Kupferkabeln: Schnellere und höhere Bandbreiten werden über größere Distanzen erreicht, das leistungsstärkere Material kann gleichzeitig Telefonverbindungen per VoIP, Internetverbindungen und Fernsehübertragungen aufbauen und verteilen. Die Deutsche Telekom hat bereits vor einiger Zeit, genauer zur CeBit 2011, ihre Pläne zum Netzausbau bekundet und startet nun mit dem Großprojekt, um sich die Vorteile zu sichern und nicht zuletzt auch, um die immer stärker aufholende Konkurrenz abzuhängen.

Schnelleres Internet mit Glasfaser-Kabeln

Netzbetreiber von Glasfasernetzen können sich auf niedrigere Kosten im Vergleich zu den alten Kupferkabeln freuen – jedoch erst nach dem Ausbau des neuen Netzes. Denn die Glasfasern großflächig zu installieren, ganz zu schweigen vom Anschluss direkt in den Häusern und Wohnungen der Kunden, gestaltet sich als teures Unterfangen: Aufwändige Bauarbeiten sind für das Verlegen der Glasfaserkabel notwendig, mehr als dreiviertel der ansässigen Immobilienbesitzer müssen hierbei ihre Zustimmung bekunden und die Kunden müssen vorab Verträge abschließen, die der Telekom die späteren Einnahmen und das gesamte Projekt absichern.

Über ein Glasfaserkabel, das direkt zum Kunden geht („Fiber to the Home“, FTTH), soll es möglich sein, mit 200 Megabit durch das Internet zu rasen, gleichzeitig fernzusehen und telefonieren zu können. Prinzipiell sind mit einem Glasfaser-Kabelanschluss noch viel höhere Geschwindigkeiten möglich, die Beschränkung wird jedoch zur Regulierung der Datenmenge eingeführt.

Kabelanschluss der Deutschen Telekom im Glasfasernetz

In einem ersten Projektschritt werden die zwölf Städte Braunschweig, Brühl/Baden, Hannover, Hennigsdorf, Ingolstadt, Kornwestheim, Mettmann, Neu-Isenburg, Offenburg, Potsdam, Rastatt, und Stade an das Glasfaser-Netz der Telekom angeschlossen, 200.000 Kunden werden bis Ende 2012 angestrebt. Das Paket der Deutschen Telekom soll dabei ab 55 Euro für eine Leitung mit 100 Megabit pro Sekunde zu haben sein, 60 Euro fallen für 200 Mbit an. Bucht man das Fernsehangebot hinzu, werden 60 und 65 Euro im ersten Jahr und danach 65 und 70 Euro veranschlagt.

Bild:Deutsche Telekom von wuerml, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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