Steigender Benzinpreis: Höchstpreise in Aussicht

13. August 2012 - 13:34 - keine Kommentare

Nach mehrmaligem An- und Absteigen des Benzinpreises, deuten sich nun wieder Höchstpreise an den Tankstellen für Benzin- und Dieselkraftstoff an. Über 1,60 Euro für Benzin und knapp unter 1,50 Euro für Diesel sind an den Zapfsäulen derzeit keine Seltenheit.

Zuletzt waren für den Benzinpreis im Frühjahr 2012 Rekordwerte von bis zu über 1,70 Euro pro Liter gemessen worden – ein Wert, der nun bald wieder erreicht sein könnte. 1,60 Euro und mehr werden bereits an den Zapfsäulen der großen, Shell, Esso, BP, Aral, Total oder Elf, ebenso wie an den freien Tankstellen gesehen, sei es in der Stadt oder auf der Autobahn. Der Super E10 Höchstwert von 1,67 Euro am 18. April 2012 könnte bald schon wieder erreicht sein, da sowohl der Rohölpreis steigt als auch der Eurokurs sinkt.

Benzin und Diesel: Höchstpreise erwartet

Während Diesel noch immer preiswerter als Benzin ist, steigen auch hier die Kosten an der Zapfsäule: Mit 1,54 Euro wurde hier Ende März der Spitzenwert gemessen, rund sieben Cent fehlen momentan noch, um wieder an diese Zahl anzuknüpfen. Der Unterschied zwischen den Benzinhöchstwerten um dem durchschnittlichen aktuellen Preis liegt bei etwa sechs Cent pro Liter, Benzin und Diesel werden von einer Differenz von 0,14 Euro getrennt.

Nachdem die Preise zunächst seit dem Frühjahr sanken und auch beim Ferienbeginn nur leichte Steigerungen erkannt wurden, befinden sie sich nun wieder auf dem Kurs zu den Höchstwerten. Über die Hälfte des Benzinpreises geht auf Steuern und Abgaben zurück, doch als Gründe werden vor allem der wöchentlich um bis zu fünf Prozent steigende Preis für Rohöl genannt, die Vorbereitungen auf eine niedrigere Fördermenge im Herbst bei den Erdöl-produzierenden Firmen und der schwache Kurs des Euro im Vergleich zum Dollar, in dem die Ölgeschäfte nach wie vor abgewickelt werden.

Rohölpreis steigt, Euro sinkt: Politik fordert Transparenz an Tankstellen

Der ADAC reagiert auf die Prognosen zum Benzinpreis mit Sparhinweisen wie eine Angleichung der Fahrweise, mit der zwanzig Prozent des Kraftstoffverbrauchs gesenkt werden könnten. Während auch die Preise für Heizöl steigen und sich der Preis für Superbenzin innerhalb des vergangenen Jahres um insgesamt 20 Cent erhöht hat, wird weiterhin über eine politische Regelung zur Transparenz der Benzinpreise, wie sie etwa bereits in Österreich besteht, nachgedacht: Die Preise für Benzin und Diesel sollen am Vortag einer Stelle mitgeteilt – beispielsweise dem Kartellamt oder einer hierfür eingerichteten und öffentlichen Seite im Internet – und für 24 Stunden nicht angehoben werden.

Außer den Überlegungen zu einer solchen Regelung ist in diesem Punkt jedoch bislang noch nichts konkret und so müssen Autofahrer in den Städten, ihrer Umgebung und auf den Autobahnen demnächst mit erneuten Höchstpreisen rechnen.

Bild:Tankstelle von matsuyuki, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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