Rente mit 70 wird in Deutschland immer wahrscheinlicher

27. Juli 2012 - 08:22 - 4 Kommentare

Rentner

Laut einer aktuellen Einschätzung des Bundesinstitutes für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden wird der Effekt der gerade erst beschlossenen Rente mit 67 relativ schnell verpuffen. Grund hierfür ist die steigenden Lebenserwartung der Menschen, die auch eine längere Bezugsdauer zur Folge hat.

Gerade erst im Januar wurden die deutschen Arbeitnehmern mit dem neuen Rentengesetz konfrontiert. Dieses sieht eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 bis zum Jahr 2030 vor. Menschen aus dem Jahrgang 1964 und jünger trifft das volle Ausmaß der Reform – sie können erst mit 67 in Rente gehen.

Rente mit 70 wird in Deutschland immer wahrscheinlicher

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden hat nun aktuelle Berechnungen zum Rentenalter angestellt und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass selbst der Effekt der Rente mit 67 in den kommenden Jahren verpuffen wird. Grund hierfür ist die steigenden Lebenserwartung der Menschen in Deutschland. Aktuell belegen statistische Daten, dass Männer 18,8 Jahre und Frauen 22,2 Jahre lang auf entsprechende Altersbezüge kommen.1910 hatten diese Werte noch bei 13,5 Jahre beziehungsweise 17,8 Jahre gelegen.

Die modernen Lebensumstände und die wachsende Qualität der medizinischen Versorgung führen allerdings zu einem weiteren Anstieg der Bezugsjahre. Michael Hüther, Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), sieht in der Rente mit 70 eine faire Beteiligung der künftigen Rentengeneration. Eine erneute politische Diskussion möchte man allerdings vermeiden, so ließ eine Sprecherin von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), dass die Rente mit 67 notwendig sei, aber vollkommen ausreichend.

Bild:Rentner von garryknight, CC BY – bearbeitet von borlife.

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Kommentare zu Rente mit 70 wird in Deutschland immer wahrscheinlicher

Zu diesem Beitrag gibt es 4 Kommentare.

von Juri am 30. Juli 2012 - 18:04 Uhr

Das ist doch alles Schwachsinn . Schaut Euch doch mal die Todesanzeigen an ,
Man liest immer mehr ,plötzlich und unerwartet verstorben . ( Verheizt )
Oder schaut Euch doch mal die anderen an , ( gekämpft und doch verloren . )
Schöne Umwelt ! ! Wie ich zum Millitär mußte ( 1975 ) hat es geheisen da müssen wir alle holen , da gibt es nicht viele von diesem Jahrgang . Und jetzt wo wir in Rente wollen , sind plötzlich so viele Alte Da ?? Da passt was nicht zusammen . Alles Ver…..

von Jochen Marx am 1. August 2012 - 06:21 Uhr

Um ganz sicher zu gehen, dass die eingezahlten Rentenbeitraege nie ausgezahlt werden muessen, muss man einfach das Renteneintrittsalter auf 100 festlegen.Beamte natuerlich ausgeschlossen!

von Katta am 1. August 2012 - 08:42 Uhr

Der demografische Wandel schreitet nun einmal unaufhaltsam voran, ob wir es wollen oder nicht! Er besagt ja nicht, das niemand mehr “plötzlich und unerwartet” verstirbt, sondern das in der Gesamtheit betrachtet einfach weniger Junge nachkommen, die für immer mehr Alte aufkommen müssen. Dieses System klappte vielleicht vor 30 Jahren, heute ist es längst überholt und benötigt eine schnelle politische Umstrukturierung. Sei es wie es ist: Fakt ist, dass alle ab 1964 Geborene sprichwörtlich am Arsch sind. Aufgewachsen und gearbeitet haben sie mit dem Gedanken in Ruhe Ihren Lebensabend genießen zu können- die bittere Realität ist jedoch geprägt von der Angst der Altersarmut! Doch können Sie sich beklagen, wenigstens bekommen sie noch ein Teil der Rente ab! Ob das in 50 Jahren auch unsere Kinder von sich behaupten können, wage ich ernsthaft zu bezweifeln- sie werden ihr Arbeitsleben lang wohl für die Fehler der Vergangenheit zahlen und selbst nie von dem profitieren – sei es aufgrund eines ständig wachsenden Eintrittsalters ( ich habe da mal eine tolle Grafik gefunden, die die derzeitige Situation toll beschreibt: http://www.rente.com/gesetzliches-renteneintrittsalter – P.S. die Grafik wird in einigen Jahren wohl noch an Länge zunehmen, wenn jetzt schon die Rede von Rente mit 70 ist) oder einer zu geringen Rente, die wohl kaum für einen Tag ausreichen wird. Meiner Meinung nach führt kein Weg an der privaten Vorsorge vorbei, die nur durch ein konsequentes politisches Umdenken für alle zugänglich gemacht werden kann..

von petz kurt am 5. August 2012 - 19:09 Uhr

andere länder immer noch mehr hilfen zusagen und wir können bis 80 arbeiten. armes deutschland

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