ADAC Kreuzfahrtschiff-Test: Gute Ergebnisse trotz Sicherheits-Mängeln

25. Juli 2012 - 12:14 - keine Kommentare

Der ADAC hat einen Stichprobentest bei 10 Kreuzfahrtschiffen mehrerer Reedereien durchgeführt und kommt zu einem wohlwollenden Ergebnis mit Abstufungen: Die meisten Ozean-Liner konnten mit der Testnote „gut“ abschneiden, wobei aber durchaus Sicherheitslücken erkennbar wurden.

Zehn der großen Ozean-Dampfer haben sich einem ADAC-Test nach Sicherheits-Mängeln unterzogen und die Stichprobe konnte die Prüfer mit Abstrichen überzeugen: Zwei der Schiffe wurden mit „sehr gut“ bewertet, sieben mit „gut“. Ausschlaggebend für den Kreuzfahrtschiff-Test des ADAC war das „Costa Concordia“ Unglück vor einem halben Jahr, bei dem 32 Menschen ums Leben kamen, nachdem das Schiff gegen einen Felsen gefahren und untergegangen war.

ADAC testet Kreuzfahrtschiffe im Mittelmeer

Mit dem beiden Bestnoten für die „Aida Bella“ und „Aida Diva“ können Kreuzfahrer auf Clubschiffen aufatmen: Hier stimmte gemäß der ADAC-Stichprobe die Technik, die Ausstattung, die Fähigkeiten des Personals an Bord und die lebenswichtigen Sicherheitsmaßnahmen. Doch während die „Aida Cruises“ Reederei in sämtlichen Punkten überzeugen konnte, waren die anderen getesteten Schiffe in einigen Belangen weniger erfolgreich.

Die Ozeanschiffe „Norwegian Epic“, „MSC Fantasia“, „MSC Splendida“ und „Navigator of the Seas“ waren bestens ausgestattet, die Rettungsübungen bei Seenot wurden jedoch für die Prüfer nicht ausführlich genug durchgeführt. Weiterhin seien bei der „Adventure of the Seas”, der „Norwegian Epic” und den MSC Schiffen „Fantasia”, „Orchestra” und „Splendida”, die unter der Flagge Panamas und der Bahamas fahren, Sicherheitsmängel in Form von nicht geschlossenen Schotten aufgefallen. Die offenen Tore sollen die Arbeitsabläufe an Bord erleichtern, könnten aber im Fall einer Havarie den Wassereintritt begünstigen.

Gute Testergebnisse bei leichten Sicherheitslücken

Ein besonders wichtiger Test des ADAC, der in seinem Reisebüro auch Kreuzfahrten anbietet, bestand in den Schwesterschiffen der „Costa Condordia, der „Serena“ und der „Fascinosa“. Während die „Costa Serena“ nicht überprüft werden konnte, da man die Zusammenarbeit verweigerte, konnte bei der „Costa Fascinosa“ festgestellt werden, dass die Sicherheit an Bord sich in den Bereichen „gut“ bis „sehr gut“ bewegt. Im Nachhinein sprach die Reederei „Costa Crociere“, zu der beide Mittelmeer-Schiffe gehören, eine Einladung für eine nachgeholte Bewertung für die „Costa Serena“ aus.

Bild:Kreuzfahrtschiff von Aah-Yeah, CC BY – bearbeitet von borlife

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