The Dark Knight Rises – Batman-Kinostart in Deutschland

24. Juli 2012 - 13:25 - keine Kommentare

Noch einmal steigt Christian Bale in das Kostüm des Dunklen Ritters in Christopher Nolans drittem Batman-Film „The Dark Knight Rises“. Der Comicfilm wird die Handlungsstränge der beiden anderen Teilen zu einem würdigen Ende bringen, betonten Regisseur und Hauptdarsteller.

Acht Jahre sind vergangen, seitdem Batman die Stadt Gotham vom anarchistischen Treiben des Jokers befreit hat und der zu Two-Face mutierte Staatsanwalt Harvey Dent starb. Zum Heldentod stilisiert, wurde sein Ableben der Grundstein einer Gesellschaft, die den Dunklen Ritter nicht mehr brauchte – doch auch für eine Lüge, die auch den Untergang Gothams bedeuten kann und selbst von Commissioner Gordon nicht aufgehalten werden kann. Als der skrupellose und gewaltige Verbrecher Bane eine Revolution anzettelt, muss Bruce Wayne erneut zum Rächer der Nacht werden.

The Dark Knight Rises: Christian Bale zum dritten Mal als Batman

Christopher Nolans Batman-Version mit Christian Bale, Michael Caine, Gary Oldman, Morgan Freeman, Tom Hardy, Anne Hathaway, Marion Cotillard, Cillian Murphy und Joseph Gordon-Levitt versteht sich nicht nur als düsteres Ende seiner Trilogie, sondern auch als sozialkritisches Drama im Action-Gewand. Grob den Comicstories „Knightfall“, „The Dark Knight Returns“ und „No Man’s Land“ folgend, wird „The Dark Knight Rises“ zu einer psychologischen Betrachtung seiner Charaktere wie auch der Gesellschaft an sich, während bildgewaltige und aufwändig Action-Sequenzen den Film auf seine drei Stunden Laufzeit bringen. Für diesen Ansatz ist dem Regisseur von „Memento“ und „Inception“ das Lob der Kritiker und des Publikums schon jetzt sicher.

Bob Kanes, Bill Fingers und Jerry Robinsons „Batman“ war dabei schon seit seinen Anfangstagen Ende der 1930er Sozialkommentar und Ausdruck seiner Zeit, wie es auch die vielen weiteren Autoren und Zeichner, von Denny O’Neill und Neil Adams über Frank Miller, Alan Moore und Brian Bolland bis zu Grant Morrison, Chuck Dixon und Jim Lee, beibehielten. Ebenso konnten die vielen Verfilmungen, die fast nahtlos seit den 1940ern im Kino, im Fernsehen und im Zeichentrickfilm produziert wurden, auf die Fahne schreiben, zumindest zeitgeistig den Dunklen Ritter zu präsentieren, sei es die Adam-West-TV-Serie, Paul Dinis und Bruce Timms „Batman Animated Series“ oder die großen Blockbuster von Tim Burton, Joel Schumacher oder nun Christopher Nolan.

Kinostart des Comicfilms von Amoklauf überschattet

Als Ausdruck von Pop Art, als Neo Expressionismus oder Bonbon-farbenes Popcorn-Kino – jede bisherige Batman-Version hat ihre eigene Berechtigung und entsprechend auch ihre eigenen Fans. Doch erst Christopher Nolan ist es mit seiner „Dark Knight“ Trilogie gelungen, das unterschiedliche Publikum für Comicfilme, Actionkino, Psycho-, Sozial- und Kultur-Drama zu vereinen. Hilfreich dürfte sicherlich auch das derzeit gesteigerte Interesse an Superhelden im allgemeinen sein, doch sein Batman ist eben auch der Batman all jener, die mit der Figur aus den DC Comics bislang nichts anfangen konnten. Besonders ließ sich dies auch an der allumfassenden Begeisterung für Heath Ledgers Joker-Darstellung aus dem zweiten Teil ablesen.

Der deutsche Kinostart am 26. Juli 2012 (in einigen Kinos auch bereits einen Tag vorher zu sehen) steht jedoch im Schatten eines Amoklaufs bei einer Batman-Premiere in Colorado. Einige Kinos in Deutschland haben daher angekündigt, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen.

 
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