Griechische Insel Ikaria hat genug

18. Juli 2012 - 16:10 - keine Kommentare

Ikaria

Die griechische Insel Ikaria plant derzeit, sich vom griechischen Pleitestaat loszusagen und sich der kleinen Alpenrepublik Österreich anzuschließen. Angesichts des desaströsen Staatshaushaltes in Griechenland will die kleine Insel Zeichen setzen.

Einst gehörte Griechenland zu den Traumzielen Europas: Unzählige Trauminseln in der Ägäis, die sich wie Perlen im blauen Mittelmeer aufreihten, idyllische Strände und viel südländische Lebensfreude. Doch genau die scheint viele Griechen in den letzten Jahren abhanden gekommen zu sein. Die Wirtschaftskrise hat das hellenische Land fest im Griff. Leere Staatskassen, Unmengen an Staatsschulden, korrupte Beamten und eine schwächelnde Wirtschaft – angesichts der derzeitigen Krise in Griechenland ist die Überlegung der Bewohner der kleinen Insel nicht weiter verwunderlich.

Freistaat Ikaria

Die Inselbewohner sollen per Volksabstimmung entscheiden dürfen, wie es mit ihrer Insel weitergehen soll. Möglich wird dieser Coup durch das hundertjährige Annektierungsabkommen zwischen der griechischen Regierung und der Insel. Bis zum Jahr 1912 gehörte Ikaria zum Osmanischen Reich, doch erreichte im selben Jahr ihre Unabhängigkeit während des Italienisch-Türkischen Krieges und erklärte sich zum Freistaat Ikaria mit eigener Flagge und Nationalhymne. Allerdings besetzten griechische Truppen schon bald darauf die Insel und annektierten sie mit einem Angliederungsvertrag auf 100 Jahre, der demnächst auslaufen wird.

Per Volksentscheid nach Österreich

Allerdings erscheint die Wahl der Insulaner auf das etwa 2000 Kilometer nordwestlich gelegene Österreich beliebig, liegt Ikaria doch südwestlich von Samos und damit ganz in der Nähe der Türkei. Doch da die Türkei seit den osmanischen Kriegen nicht in Frage kommt, ebenso wenig die ehemaligen deutschen und italienischen Besatzer bleiben also nur neutrale Länder wie eben Österreich.

Desaströse Folgen für Griechenland

Angesichts der reichen Fischvorkommen um Ikaria, möchte Griechenland die Loslösung umgehen. Die Fischer der Insel beliefern weite Teile des Landes mit ihren Fischen und sind dementsprechend wichtig für die griechische Wirtschaft. Auch ließ die griechische Botschaft in Österreich verlauten, dass verfassungsrechtlich keine Angliederung an das Alpenland in Frage kommt.

Bild: Ikaria von kdask, CC BY – bearbeitet von borlife

 
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