Spannungen am Persichen Golf: USA bauen Marinepräsenz aus

18. Juli 2012 - 11:44 - 1 Kommentar

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen weiter zu. Nach wirtschaftlichen Sanktionen der Vereinigten Staaten im Bezug zum Rohölmarkt und militärischen Drohungen der Regierung in Teheran, hat das Pentagon nun beschlossen, dauerhaft zwei Flugzeugträger an den Persischen Golf zu entsenden.

Die USA haben die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verschärft und die Präsenz ihrer Marine im Persischen Golf in den letzten Monaten erhöht. Der Iran reagierte mit Drohungen, eine Blockade der Straße von Hormus aufzubauen: Die Meerenge trennt den Persischen vom Golf von Omar und mit ihrer Schließung würde der Rohölmarkt eine wichtige Transportverbindung einbüßen. Um diese mögliche Gefahr abzuwenden, wurde die Entsendung und dauerhafte Stationierung zweier US-Flugzeugträger beschlossen und damit die Spannungen am Golf unterstrichen.

US-Marine im Persischen Golf: Zwei Flugzeugträger entsandt

Die enorm angespannte Lage am Persischen Golf wird durch einen Zwischenfall Anfang dieser Woche demonstriert. Ein motorisiertes Fischerboot hatte auf ein Versorgungsschiff zugehalten und war trotz der Warnschüsse der „USNS Rappahannock“ nicht vom Kurs gewichen. Die US-Marine eröffnete daraufhin das Feuer und tötete einen der indischen Bootsinsassen, während drei weitere verletzt wurden. Seit einem Bombenanschlag von einem kleinen Boot im Jahr 2000, bei dem 17 US-Soldaten getötet und 40 verletzt wurden, wird im Zweifelsfall mit aller Härte durchgegriffen.

Sowohl der Iran als auch die USA setzen momentan noch auf Abschreckung zur Abwendung einer Eskalation der Spannungen. Während die Vereinigten Staaten ihre Marinepräsenz weiter ausbauen und in den benachbarten Staaten der Golfregion Militärbasen und Radarstationen zur Überwachung möglicher Raketenstarts aus dem Iran errichten, rasselt auch Teheran mit den Säbeln in Form von 50.000 Raketen, der Schließung der Straße von Hormus durch versenkte Tanker.

Iran droht mit Seeblockade

Die Spannungen am Persischen Golf bleiben auch im Hinblick auf die weiteren Konflikte zwischen Saudi Arabien und dem Iran, Israel und Palästina, die Situationen in Ägypten und Syrien, sowie die anhaltende Frage nach Atomwaffen im Mittleren Osten weiterhin bedrohlich und gefährlich. Inwieweit die Marine-Verstärkung der USA zur Deeskalation beitragen kann, wird abgewartet werden müssen, wie sehr die Nerven derzeit blank liegen, zeigt jedoch der Fischerboot-Zwischenfall dieser Woche.

Bild:US Armee von Official U.S. Navy Imagery, CC BY – bearbeitet von borlife

 
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Kommentare zu Spannungen am Persichen Golf: USA bauen Marinepräsenz aus

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von reiner tiroch am 18. Juli 2012 - 16:15 Uhr

bald werden die Frozeleien zum gewünschten Erfolg führen um dort sein land zu verteidigen, gell?

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