Erneutes Lawinenunglück in den Alpen am Mont Maudit

12. Juli 2012 - 16:55 - keine Kommentare

Montblanc

Erneut sind deutsche Wanderer in den Alpen ums Leben gekommen. Insgesamt neun Alpinisten wurden am Mont Maudit in den Französischen Alpen von den Schneemassen einer Lawine mitgerissen. Drei davon seien Deutsche gewesen, wie das Auswärtige Amt inzwischen bestätigt hat.

Nach dem Unglück von letzter Woche am schweizerischen Lagginhorn ist es bereits der zweite tödliche Vorfall innerhalb einer Woche, den die deutsche Bergsteigerszene zu betrauern hat.

Nachdem über die Herkunft der anderen Kletterer zunächst Unklarheit herrschte, wurde nun bekannt, dass neben den Deutschen auch zwei Spanier und drei Briten unter den Opfern sind. Die Gruppe befand sich auf dem Weg zum Montblanc, der mit 4810 Metern der höchste Berg der Alpen ist, als sie von der Schneelawine überrascht worden. Starke Winde hätten den Aufstieg erschwert, doch noch ist unklar, was die Lawine verursacht hat.

Aufwendige Rettungsaktion

Mehr als zwanzig Bergsteiger aus ganz Europa wurden von den Schneemassen mitgerissen und verschüttet. Einer der Verletzten konnte die Polizei alarmieren und so Hilfe holen. Daraufhin durchkämmten Polizei, Lawinensuchhunde und viele Freiwillige das Gebiet und sogar Hubschrauber wurden eingesetzt, um aus der Vogelperspektive nach Überlebenden zu suchen. Neun Verschüttete mussten in umliegenden Krankenhäusern medizinisch versorgt werden.

Nicht ausgeschlossen ist bislang, dass noch mehr Opfer aus dem Schnee geborgen werden, vier Menschen gelten immer noch als vermisst.

Bild: Montblanc von Zixxa, CC BY – bearbeitet von borlife

 
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